Bad Neustadt an der Saale
Handball 3. Liga

Es gibt noch viele offenen Baustellen beim HSC

Bad Neustadt startet mit einer Heimniederlage gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden in die Saison.
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Neuzugang Max Bauer (am Ball) war in seinem ersten Pflichtspiel für den HSC Bad Neustadt einer der besten Akteure der Rotmilane und erzielte sieben Treffer bei der 26:33-Heimniederlage gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden. Foto: Anand Anders
Neuzugang Max Bauer (am Ball) war in seinem ersten Pflichtspiel für den HSC Bad Neustadt einer der besten Akteure der Rotmilane und erzielte sieben Treffer bei der 26:33-Heimniederlage gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden. Foto: Anand Anders

HSC Neustadt - HSG Rodgau Nieder-Roden 26:33 (13:18).

Die Heimspielpremiere des HSC Bad Neustadt in der 3. Liga Mitte endete mit einer 26:33 (13:18)-Niederlage gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden, was dem Spielverlauf nach nicht unverdient war. Das sahen auch mehrheitlich die HSC-Fans so, die nach der fairen Auseinandersetzung erkannten, dass die Hessen ein Spitzenteam der Liga sind. "Dabei haben wir die uns zugedachte Außenseiterrolle in der ersten Viertelstunde richtig gut angenommen", erklärte HSC-Coach Chrischa Hannawald auf der Pressekonferenz.

Torreiche Anfangsphase

Das Zwischenergebnis von 9:9 nach der ersten Viertelstunde gab ihm auch Recht. Denn seine Mannen, bei denen die verletzten Vilim Leskovec und Leon Rastner nur auf der Tribüne saßen, waren sofort hellwach und gingen mit dem ersten Angriff durch einen ihrer Besten, Neuzugang Max Bauer, in Führung. Es entwickelte sich zunächst ein torreicher Schlagabtausch. Nach fünf Minuten hatten die Kontrahenten je vier Treffer erzielt, die gegnerischen Abwehrreihen regelrecht überrannt und Kopfschütteln bei den Torhütern ausgelöst. Als beim Stand von 4:5 Felix Schmidl einen Siebenmeter von HSG-Torjäger Timo Kaiser entschärfte, war dies insofern wichtig, weil im Gegenzug dem in der ersten Halbzeit auffälligen Linksaußen Martin Bieger der neuerliche Ausgleich gelang. Die Führung wechselte nun ständig bis zum 9:9 (15.), wobei sich in dieser Phase bei den Gastgebern Gary Hines, Krisztian Galli und Martin Bieger besonders treffsicher zeigten. Die erste Zwei-Tore-Führung der Hessen zum 9:11 besorgten Kaiser per Strafwurf und US-Nationalspieler Samuel Hoddersen, der durch seine Handlungsschnelligkeit gefiel.

HSC-Torhüter glücklos

Als Galli, der in 1:1-Situationen überzeugte, den Anschlusstreffer zum 11:12 erzielte, begann die für das Endergebnis vorentscheidende Phase. Den Schützlingen von Coach Jan Redmann gelangen drei Treffer in Folge, "wobei wir diese durch erste Abwehrfehler und technische Schnitzer mitverschuldet haben", kritisierte Hannawald. Auch ein vorgenommener Torhüterwechsel sorgte für keine Wende. Weder Felix Schmidl noch Nick Weber hatten ihren besten Tag erwischt. Ihr Gegenüber, der mit Bärenruhe ausgestattete Oldie Marco Rhein steigerte sich dagegen zunehmend. Der erste Durchgang endete mit einem erfolgreichen Tempogegenstoß von Hoddersen zum 13:17.

Kurzes Hoffen auf die Wende

Den Vorsprung hielten die Gäste zunächst stabil, ehe sie in der Defensive minutenlang Probleme mit Max Bauer bekamen. Dieser schaffte einen Hattrick und ließ die Fans beim Stand von 17:21 (37.) auf eine Wende hoffen. Doch Hoddersen und Kreisläufer Benjamin von Stein stellten den alten Abstand wieder her, wobei sie unter anderem von einem Schrittfehler von HSC-Neuzugang Jure Fistonic profitierten. Ioannis Fraggis traf per Strafwurf und Heber zum 20:25, doch so richtig kamen die Hausherren nicht heran, auch weil der Grieche mit einem Strafwurf an Rhein scheiterte.

Zehn Minuten vor dem Abpfiff war nach einem weiteren Kaiser-Siebenmeter zum 22:30 die Frage nach dem Sieger geklärt. Die Moral der Gastgeber stimmte immerhin. Nach Treffern von Galli (2) und Hines wurde zwar zum 26:31 verkürzt, doch die letzten beiden Treffer der Begegnung gingen auf das Konto der überzeugend aufspielenden Gäste.

Aus den Fehlern lernen

Deren Coach zeigte sich in der Pressekonferenz natürlich glücklich und zufrieden: "Es ist für jede Mannschaft natürlich wichtig, gleich das erste Saisonspiel zu gewinnen." Nicht unerwähnt lassen wollte Jan Redmann , dass man sich, wie so oft bei früheren Duellen gegen den HSC, zunächst schwer getan habe. "Doch dann haben auch unsere jungen Spieler, die von den Routiniers gut geführt werden, immer mehr Verantwortung übernommen." Chrischa Hannawald ordnete das Spiel seiner Mannschaft hingegen unter der Kategorie "lehrreich" ein. "Die Mannschaft muss aus den Fehlern lernen und sich weiterentwickeln, was dann auch zu Erfolgen führen wird".

Tore für den HSC: Max Bauer (7), Krisztian Galli (7/1), Gary Hines (6), Ionnais Fraggis (3/2), Martin Bieger (2), Maximilian Drude (1) .

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