Großbardorf
Fußball Bayernliga

Die große Simon-Snaschel-Show

Dem Großbardorfer Stürmer gelingen vier Tore beim 6:0-Kantersieg über die SpVgg Ansbach.
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Nicht zu stoppen war Großbardorfs Stürmer Simon Snaschel (links), der mit vier Toren maßgeblichen Anteil am 6:0-Sieg seiner Mannschaft gegen die SpVgg Ansbach hatte. In dieser Szene ließ er dem Ansbacher Schlussmann Sebastian Heid keine Chance und traf zum 2:0. Anand Anders
Nicht zu stoppen war Großbardorfs Stürmer Simon Snaschel (links), der mit vier Toren maßgeblichen Anteil am 6:0-Sieg seiner Mannschaft gegen die SpVgg Ansbach hatte. In dieser Szene ließ er dem Ansbacher Schlussmann Sebastian Heid keine Chance und traf zum 2:0. Anand Anders

TSV Großbardorf - SpVgg Ansbach 6:0 (2:0). Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 Simon Snaschel (26., 44., 49., 60.), 5:0 Florian Dietz (89.), 6:0 Tobias Fleischer (90.).

Gelungener Heimspieljahresabschluss für den TSV Großbardorf. Beim höchsten Saisonerfolg überragte Simon Snaschel, der gleich vier Mal Gästeschlussmann Sebastian Heid keine Abwehrchance ließ und damit sein Torekonto auf neun Treffer in dieser Saison aufstockte. Nach diesem Schützenfest sah es in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht aus. In der Anfangsphase hielten die Gäste gut mit und ließen das Leder gefällig durch die eigenen Reihen laufen. Diese Phase gefiel auch Duane-Carl Collins, der zusammen mit Marco Schülein die Ansbacher trainiert, noch ganz gut. "Bis zum ersten Gegentreffer hat man gesehen, dass viel Qualität im Kader vorhanden ist."

Bei seinem ersten Streich bewies Snaschel, dass er ein echter Strafraumspieler ist. Aus der Drehung und im Fallen verwertete der 28-Jährige eine Zehe-Eingabe ins lange Eck zur Führung seiner Mannschaft. Glück hatten die Gäste kurz danach gleich zwei Mal, dass Dominik Zehe und Marcel Hölderle Großchancen zum 2:0 gegen geschockte Ansbacher nicht nutzten. Besser machte es Snaschel, der zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt, praktisch mit dem Pausenpfiff, das 2:0 erzielte. Als Heid einen Schönwiesner-Knaller nicht festhalten konnte, war Snaschel zur Stelle und staubte ab.

Dieses Gegentor kurz vor der Pause und eines kurz nach Wiederanpfiff, das verkrafteten die Gäste nicht. Denn nach 49 Minuten hielt Snaschel sein Bein in einen Schönwiesner-Schuss und lenkte dadurch das Leder zum 3:0 ins Gästetor. Danach sah man eine Gästeelf, die sich aufgegeben hatte und kaum mehr Widerstand leistete. So hatte zum Beispiel Snaschel in der Folgezeit zwei Großchancen, schon früher sein viertes Tor an diesem Tag zu erzielen, das schließlich doch noch fallen sollte. "Heute hat Simon das Vertrauen, das wir ihm gegeben hatten, zurückgezahlt", lobte TSV-Trainer Andre Betz seinen vierfachen Torschützen, der sich natürlich über "diesen außergewöhnlichen Tag" sehr freute. "Vier Tore, das liest sich schön. Vier Treffer sind mir vorher nur einmal gelungen, für den FC Schweinfurt 05 ausgerechnet gegen meinen Heimatverein Münnerstadt. Heute bin ich gut ins Spiel gekommen und habe meine erste Chance gleich gemacht. Danach ging alles viel leichter. Mir sind aber noch einige Zuspiele misslungen. Deshalb war der Tag noch nicht absolut perfekt", fügte er selbstkritisch hinzu.

Andre Betz freute sich mit Snaschel, aber auch darüber, dass das Umschaltspiel so gut klappte und über die Tatsache, dass seine Spieler nach dem vierten Tor nicht aufhörten, weitere Treffer zu erzielen. "Heute hat die Mannschaft die Tore für den Verein und die treuen Zuschauer geschossen", sagte der TSV-Coach, während sein Gegenüber absolut unzufrieden war. "Das Defensivverhalten war wie die Spieleröffnung eine einzige Katastrophe und von unserer Offensivstärke hat man heute nichts gesehen. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Wir hätten sogar höher verlieren können", schloss Collins sein Statement und erntete mit dieser Einschätzung vollste Zustimmung. Denn die Hausherren vergaben noch etliche Möglichkeiten, unter anderem traf Björn Schönwiesner mit einem Schuss von der Strafraumgrenze noch die Unterkante der Latte. In der Schlussphase legten Florian Dietz und Tobias Fleischer aber doch noch nach. Großbardorf: Schneider - Müller, Mangold, Hölderle, Heusinger - Poznic (82. Illig), Piecha - F. Dietz, Zehe, Schönwiesner (77. Fleischer) - Snaschel (71. Lijesnic).

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