Großbardorf
Fußball Bayernliga

Die Großbardorfer sind Mentalitätsmonster

In Bamberg gelingt den Grabfeld-Gallieren die nächste famose Aufholjagd.
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Nach einem missglückten Befreiungschlag von Torhüter Julian Schneider traf Patrick Görtler aus rund 30 Metern ins leere Tor zum 3:1 (77.) für den FC Eintracht. Allerdings kam der TSV Großbardorf zurück und markierte in der Nachspielzeit den Treffer zum 3:3-Endstand. Foto: sportpress
Nach einem missglückten Befreiungschlag von Torhüter Julian Schneider traf Patrick Görtler aus rund 30 Metern ins leere Tor zum 3:1 (77.) für den FC Eintracht. Allerdings kam der TSV Großbardorf zurück und markierte in der Nachspielzeit den Treffer zum 3:3-Endstand. Foto: sportpress

FC Eintracht Bamberg - TSV Großbardorf 3:3 (2:0). Tore: 1:0 Tobias Linz (10.), 2:0 Armend Elshani (13.), 2:1 Adrian Reith (54.), 3:1 Patrick Görtler (67.), 3:2 Tobias Fleischer (77.), 3:3 Andre Rieß (90. + 3).

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche endete ein Bayernligaspiel des TSV Großbardorf 3:3 - und in beiden Partien fiel der Ausgleichstreffer der Grabfeld-Gallier in der Nachspielzeit. Beide Male holten die Schützlinge von Cheftrainer André Betz einen Zwei-Tore-Rückstand auf. Erst gegen Ammerthal, nun auch beim FC Eintracht Bamberg.

Die Bardorfer, die auf ihren erkrankten Kapitän Stefan Piecha verzichten mussten, kamen gut in die Partie und hätten früh in Führung gehen können angesichts der zwei guten Gelegenheiten für Simon Snaschel. Aber dann begann die Fehlerkette in der Abwehr der Grabfelder. Nach zehn Minuten durften sich die Hausherren ohne große Behinderung durchkombinieren, Tobias Linz vollendete mit einem Lupfer zum 1:0. Nur drei Minuten der nächste Nackenschlag: Wieder tauchte ein Einheimischer, dieses Mal Armend Elshani, mutterseelenallein vor Julian Schneider auf und netzte im zweiten Versuch ein. "Vor allem bei diesem Gegentreffer haben wir es den Gastgebern viel zu leicht gemacht", sagte TSV-Trainer André Betz. Zwar hätte in Halbzeit eins der ein oder andere Treffer für die Gäste fallen können, aber es blieb beim Konjunktiv. Da auch Patrick Görtler bei seiner Großchance das TSV-Tor verfehlte, blieb es bis zur Pause beim 2:0.

Dies änderte sich nach 54 Minuten, als Adrian Reith das Leder bekam, sich schnell drehte und ins Eck traf. Da kam Hoffnung bei den Gästen auf, zumal die Platzherren nun ins Schwimmen gerieten. Dieser Hoffnungsfunke schien freilich erloschen, als die Bardorfer der Eintracht durch individuelle Fehler ein weiteres Gastgeschenk überreichten: Moriz Heusingers Kopfball zu Julian Schneider geriet zu kurz, der Torwart schoss Patrick Görtler an und dieser traf aus 30 Metern ins verlassene Tor zum 3:1.

Einfach mal draufgehalten

Alles schien entschieden, aber die Hausherren hatten nicht mit der Moral der Betz-Elf gerechnet. Nach 77 Minuten schaffte der eingewechselte Tobias Fleischer mit einem platzierten Kopfball nach einer Reith-Flanke erneut den Anschluss. Klar, dass sich den Einheimischen in der Schlussphase einige Konterchancen gegen die mehr und mehr gelockerte Abwehr der Grabfelder boten, die sie aber schlecht zu Ende spielten. So blieb der TSV im Spiel und kam doch noch zum 3:3-Ausgleich durch André Rieß, der nach einer zu kurzen Abwehr der Hausherren einfach mal draufhielt. Dieser Knaller schlug unhaltbar für Torwart Fabian Dellermann im Winkel ein.

Dennoch fiel die Freude beim Torschützen bescheiden aus. "Ich konnte gar nicht jubeln, da man so ein Spiel eigentlich für sich entscheiden muss. Durch unsere individuellen Fehler musst du immer über die gesamten 90 Minuten Vollgas geben. Das geht aber über einen längeren Zeitraum nicht. Irgendwann ist der Akku leer", erklärte Rieß. Am Rande der Partie wurde bekannt, dass das Match der zweiten Hauptrunde im Toto-Pokal zwischen dem TSV Großbardorf und dem Regionalligisten FC Schweinfurt 05 offiziell für Dienstag, 20. August, 18 Uhr, angesetzt worden ist.

Großbardorf: Schneider - Mangold (62. Fleischer), Reitstetter, Kirchner, Heusinger (74. Poznic) - Rützel, Müller - Rieß, Reith, Dinkel - Snaschel.

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