Großbardorf
Fußball Bayernliga

Die Grabfeld-Gallier zeigen kaum eine Schwäche

Beim 3:1 im Unterfrankenderby in Sand kommt die Mannschaft von André Betz nie wirklich in Gefahr.
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Der Großbardorfer Björn Schönwiesner (rechts, Mitte Florian Dietz) erzielte beim 3:1-Erfolg der Grabfeld-Gallier in Sand (André Schmitt) seine Saisontore neun und zehn. Günter Madrenas
Der Großbardorfer Björn Schönwiesner (rechts, Mitte Florian Dietz) erzielte beim 3:1-Erfolg der Grabfeld-Gallier in Sand (André Schmitt) seine Saisontore neun und zehn. Günter Madrenas

FC Sand - TSV Großbardorf 1:3 (0:1). Tore: 0:1, 0:2 Björn Schönwiesner (27., 50.), 1:2 Sebastian Wagner (56.), 1:3 Dominik Zehe (90. + 4).

Der TSV Großbardorf ist nach der Heimniederlage gegen Bamberg in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Mann des Spiels war wieder einmal Björn Schönwiesner, der mit seinen Saisontreffern neun und zehn die Grabfeld-Gallier auf die Siegesstraße brachte. Vor allem sein erstes Tor war ein Treffer Marke "Tor des Monats". Im Mittelfeld angespielt, startete er ein Solo, ließ sich von niemandem aufhalten und knallte das Leder von halblinks knallhart ins rechte Kreuzeck: ein Tor zum mit der Zunge schnalzen.

Kurz nach dem Führungstreffer hätte Simon Snaschel nachlegen können. Nach einem der zahlreichen Fehler im Sander Aufbauspiel bekam er den Ball mustergültig serviert, schob das Spielgerät an Sands Keeper Markus Geier, aber auch am rechten Pfosten vorbei. Die erste Chance der Hausherren vereitelte TSV-Schlussmann Julian Schneider, der einen Freistoß von Sebastian Wagner aus dem Dreieck fischte. Praktisch mit dem Pausenpfiff hätte Simon Snaschel mit seiner zweiten Möglichkeit das 0:2 machen müssen. Nach einem Ballgewinn von Xaver Müller tauchte er allein vor dem Schlussmann der Platzherren auf, schoss den Ball aber um Haaresbreite am Pfosten vorbei.

Schönwiesner nicht zu halten

Den knappen Vorsprung baute Björn Schönwiesner kurz nach Wiederbeginn aus mit einem platzierten Flachschuss ins Eck. Fünf Minuten später schöpften die Hausherren Hoffnung, denn Sebastian Wagner schaffte per Freistoß den Anschluss. Kurz danach bewahrte der Sander Torhüter seine Mannen vor einem höheren Rückstand, als er zweimal gegen Schönwiesner glänzend reagierte. Zwar drängten die Hausherren auf den Ausgleich, aber ihnen fehlten eindeutig die spielerischen Mittel, um die sicher stehende TSV-Defensive, in der Ronny Mangold für Mert Topuz in der Innenverteidigung seinen Mann stand, ernsthaft in Gefahr zu bringen. Nur lange Schläge reichten da bei weitem nicht.

Allerdings brillierten auch die Gäste beileibe nicht, wie Mittelfeldakteur Dominik Zehe kritisch anmerkte: "Wir können sicher besser Fußball spielen, aber heute war es ein reines Kampfspiel. Zwei überragende Tore von Björn Schönwiesner brachten uns auf die Siegesstraße. Zwar brachte das unnötige Gegentor den Gastgeber wieder heran, aber wir kamen nie ernsthaft in Gefahr. Ich meine, dass wir aufgrund der weitaus größeren Möglichkeiten verdient gewonnen haben." Zehe war es auch, der mit dem Schlusspfiff des sicheren Schiedsrichters Quirin Demlehner (Nürnberg) mit seinem Treffer den Sieg endgültig sicherstellte, als er das Leder nach einem Konter überlegt an Geier vorbeischob.

Ein Lob vom Trainer

Auch der Coach der Bardorfer bezeichnete den Erfolg seiner Elf als verdient: "Wir haben von Beginn an konzentriert agiert und vor allem in den Zweikämpfen unsere Stärke bewiesen. Meine Jungs haben all das, was wir ihnen mit auf den Weg gegeben haben, voll und ganz umgesetzt. Wir haben viel in das Match investiert und verdientermaßen auch das Spiel zu unseren Gunsten entschieden. Wir hätten aber die Partie bereits vor der Pause vorentscheiden müssen."

Besonders freute sich Ronny Mangold, der erstmals in der Saison in der Startelf stand: "Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit defensiv gut gestanden sind und aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen haben. Die Sander waren nur bei Standards gefährlich. Nach dem Wechsel unterliefen uns zu viele einfache Ballverluste, aber unser Sieg ist sicherlich verdient."

Großbardorf: Schneider - Zang, Mangold, Hölderle, Heusinger - Piecha - Müller, Zehe, Schönwiesner (90. + 2 Lijesnic), Dietz (90. + 1 Poznic) - Snaschel (64. Fleischer).



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