Großbardorf
Bayernliga Nord

Die 2:6-Niederlage tut Großbardorf brutal weh

So etwas gab es in Großbardorf lange nicht. Die Grabfeld-Gallier verloren ziemlich hoch. Dabei hätte es anders kommen können.
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Ab diesem Zeitpunkt lief beim TSV Großbardorf alles schief: Schiedsrichter Steffen Ehwald zeigt Xaver Müller (links) nach einer Notbremse die rote Karte. Foto: Anand Anders
Ab diesem Zeitpunkt lief beim TSV Großbardorf alles schief: Schiedsrichter Steffen Ehwald zeigt Xaver Müller (links) nach einer Notbremse die rote Karte. Foto: Anand Anders

TSV Großbardorf - SC Eltersdorf 2:6 (1:4). Tore: 1:0 Illig (2.), 1:1 Göbhardt (8., Foulelfmeter), 1:2 T. Herzner (14.), 1:3 Göbhardt (20.), 1:4 Janz (41.), 1:5 Sengül (48.), 1:6 B. Herzner (69.), 2:6 F. Dietz (84.). Rot: Müller (8., Großbardorf, Notbremse).

Viel vorgenommen hatten sich die Spieler des TSV Großbardorf gegen Eltersdorf. Sie wollten die Negativserie gegen die Mittelfranken, gegen die noch kein Sieg heraussprang, beenden. Was daraus wurde, sahen die Zuschauer nach 90 Minuten auf der Anzeigetafel. Da stand ein ernüchterndes 2:6. Schon zur Halbzeit hatte Eltersdorf 4:1 geführt. "Heute haben wir eine deftige Niederlage einstecken müssen. Aber es heißt schnell wieder aufstehen und es in Gebenbach besser machen", sagte TSV-Manager Gerhard Schüler.

"Wir hatten einen guten Start und sind perfekt ins Spiel gekommen. Unser Führungstreffer war super rausgespielt", sagte TSV-Trainer André Betz. Ein langer Ball von Kapitän Stefan Piecha erreichte Florian Dietz am linken Flügel. Der tanzte seinen Gegenspieler aus und seine Maßflanke verwertete Lukas Illig per Kopf zum 1:0.

Diese Führung hielt nicht lange. Nach einem weiten Schlag aus der Abwehr verhielt sich Tobias Herzner im Laufduell mit Xaver Müller klüger, zog in den Strafraum ein und wurde vom Bardorfer Abwehrspieler gefoult. Ein klarer Elfmeter. Aber musste die Rote Karte sein? "Dieser Elfmeter, der zum Ausgleich führte, und die Rote Karte haben unseren Plan völlig über den Haufen geworfen", sagte Betz. Er musste miterleben, wie vor allem in der Defensive Chaos ausbrach. Öfters behinderte man sich bei Abwehraktionen oder Kopfbällen gegenseitig.

Bester Beweis war das 2:1 für die Gäste. Keiner der TSV-Abwehrspieler konnte Tobias Herzner beim Sturmlauf stören. Allein vor Bardorfs Torwart Christian Dietz überwand er diesen zur Führung.

"Wir haben den Gästen die Tore regelrecht geschenkt oder selbst aufgelegt", sagte Zarko Poznic. Für Julian Schneider, verletzter Stammkeeper, war es eine Tortur, so etwas mitzuerleben. "Das hat brutal wehgetan. Das 1:4 zur Pause war surreal."

Die Gäste, die offensiv stark spielten, bauten ihren Vorsprung durch Maximilian Göbhardt und Oliver Janz leicht auf 1:4 aus. Spannung hätte aufkommen können, hätte Simon Snaschel eine seiner beiden Großchancen zum 2:3 genutzt.

Auch der Wunsch von Betz, die zweite Halbzeit positiv zu gestalten, erfüllte sich nicht. Calvin Sengül nach einem Abwehrschnitzer des TSV und Bastian Herzner per Abstauber erhöhten auf 6:1, bevor der fleißige Florian Dietz das Ergebnis erträglicher gestaltete.

TSV-Coach Betz bilanzierte: "Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt. Wir haben es Eltersdorf viel zu einfach gemacht. Das tut mir enorm weh und tut mir leid für die Zuschauer. Meine Spieler werden sich auch Gedanken machen, wie es dazu kommen konnte."

Großbardorf: Chr Dietz - Müller, Röder, Zang, Poznic - Illig (46. Topuz), Piecha - Rieß (76. Mosandl), Zehe, F. Dietz - Snaschel (67. Fleischer).

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