Aubstadt
Fussball

Der TSV Aubstadt piekst, sticht aber erst spät

Nach der Pleite in Schweinfurt machte es der TSV Aubstadt im ersten Regionalliga-Heimspiel besser. Zu kritisieren gab es dennoch etwas.
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Seht her, wie glücklich ich bin: Christoph Schmidt jubelt, nachdem er das 2:0 für den TSV Aubstadt erzielt hat. Foto: s: Rudi Dümpert
Seht her, wie glücklich ich bin: Christoph Schmidt jubelt, nachdem er das 2:0 für den TSV Aubstadt erzielt hat. Foto: s: Rudi Dümpert

TSV Aubstadt - SV Heimstetten 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Mike Dellinger (66.), 2:0 Christoph Schmidt (82.). Es wurden sehr viele Tipps für dieses erste Regionalliga-Heimspiel des TSV Aubstadt abgegeben. Eine Niederlage war kaum dabei. Doch dass der Sieg am Ende mit 2:0 sogar noch zu niedrig ausfiel, hatte wohl kaum einer geschätzt.

Die meisten Sieg-Prognosen hatten ja jedweder Grundlage entbehrt. Wer kennt schon die Gegner? Wahrscheinlich ist es gut für die Vorbereitung auf das Dienstagsspiel in Schalding-Haining in den Köpfen der Spieler, dass sie nicht so hoch gewonnen haben, wie es den protokollierten zehn Riesen-Chancen nach möglich gewesen wäre.

Gut deshalb, dass die Mannschaft aus dem Münchener Vorort Heimstetten mit Maximilian Riedmüller einen Tormann zwischen den Pfosten hatte, wie er noch nie auf dem Aubstädter Sportplatz zu sehen war. Der einen Hochkaräter nach dem anderen entschärfte. Während TSV-Trainer Josef Francic hinterher einräumte, dass "er meine Spieler ratlos gemacht hat. Sie haben mich in der Halbzeit gefragt: 'Was machen wir denn falsch?'"

Und am Sportplatz machte die Runde, dass dieser Riedmüller dritter Torwart beim FC Bayern München war, als der letztmals 2013 die Champions-League gewann.

Die Aubstädter begannen derart furios, selbstbewusst und mit einem Höllen-Tempo, als wollten sie den Gegner überrumpeln. Nur ging nichts rein. Nach der Pause zunächst ein ganz anderes Bild. "Nein, wir haben gesagt, so weitermachen wie bisher", widersprachen Francic und Co-Trainer Dinudis, dass sich ihre Mannschaft bewusst zurückgezogen habe. Eine gute Viertelstunde war es nämlich ein ausgeglichenes Spiel. Doch bei der geschätzten 15. Ecke war Mike Dellinger (66.) mit dem Kopf da und Hexer Riedmüller zwischen den Pfosten bezwungen - 1:0.

Jetzt kam die Aubstadter Nähmaschine auf Touren. Timo Pitter (73.), Max Schebak (74.) scheiterten. Dann sollte der Joker Christoph Schmidt stechen. Acht Minuten war er drin, da setzte er den Ball an die Latte und stand richtig, um den Aabpraller über die Linie zu drücken. Auch der zweite Joker Michael Kraus hätte sich ein Geburtstags- und Hochzeitsgeschenk machen können, drosch die Kugel aber in der Nachspielzeit über die Latte (90.+1). Aubstadt: Mack - Behr, Köttler, Grader, Feser - Dellinger (75. Schmidt), Leicht (88. Kleinhenz), Pitter, Müller - Schebak (77. Kraus), Thomann.

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