Handball

Chrischa Hannawald übernimmt den HSC Bad Neustadt

Es stehen noch weitere Personalentscheidungen beim HSC an: Ioannis Frangis kommt, Felix Wolf geht.
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Der HSC Bad Neustadt hat Chrischa Hannawald als neuen Trainer verpflichtet. Von links: Co-Trainer Igor Mijanowski, Dieter Schulz, Neuzugang Ioannis Frangis und Chrischa Hannawald. Tim Rathgeber
Der HSC Bad Neustadt hat Chrischa Hannawald als neuen Trainer verpflichtet. Von links: Co-Trainer Igor Mijanowski, Dieter Schulz, Neuzugang Ioannis Frangis und Chrischa Hannawald. Tim Rathgeber
Jetzt ist es fix: Chrischa Hannawald wird neuer Cheftrainer des Handball-Bayernligisten HSC Bad Neustadt. Knapp zwei Wochen nach dem bitteren Abstieg aus der Dritten Liga hat der HSC Bad Neustadt diese wichtigen Weichen für die neue Saison gestellt. Der 47-Jährige, der in Brebersdorf bei Schweinfurt wohnt und eine Handball-Schule betreibt, bestritt für die deutsche Nationalmannschaft 19 Länderspiele als Torwart.


Bild vom Team gemacht

Die Verpflichtung gab Dieter Schulz, HSC-Vorsitzender und Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft, nach dem Training am Dienstag bekannt. Bei diesem war Hannawald ("Ich habe richtig Bock auf diese Aufgabe") selbst anwesend und machte sich ein erstes Bild von seinen Schützlingen. "Wir haben uns bewusst für einen Mann entschieden, der zuvor noch nichts mit dem HSC zu tun hatte. Nach der enttäuschenden Saison braucht es einen klaren, neuen Impuls, um die Spieler wieder aus ihrer Komfortzone herauszuholen", erklärte Schulz direkt nach der Vorstellung des 47-Jährigen. Hannawald hatte sich aus einem Kreis von möglichen Übungsleitern schließlich herauskristallisiert.

Gänzlich unbekannt ist ihm die Bürgermeister-Goebels-Halle nicht. Er war bereits beim vorerst letzten Drittliga-Heimspiel gegen Hanau im April vor Ort. Hannawald, dessen Markenzeichen im Tor die kurze Hose und der Mundschutz waren, begann seine aktive Karriere in Wuppertal und stand dann unter anderem für Minden, Essen, Großwallstadt und den HSV Hamburg in der Bundesliga zwischen den Pfosten. Nach dem Ende der Karriere hielt er in der Saison 2010/2011 sogar noch kurzzeitig als verletzungsbedingter Ersatz für Henning Fritz den Kasten beim aktuellen deutschen Meister, den Rhein-Neckar-Löwen, sauber. Seinen größten Erfolg als Nationalspieler feierte er mit dem Gewinn der Silbermedaille bei der Europameisterschaft 2002. Trainererfahrungen sammelte er unter anderem beim Zweitligisten Bergischer HC.

Ihm zur Seite wird in Zukunft Igor Mijanowski stehen. Der gebürtige Ukrainer rückt nach der vorübergehenden Übernahme des Traineramtes in der Schlussphase der abgelaufenen Drittliga-Saison wieder auf die ihm vertraute Co-Trainerposition. "Darüber freuen wir uns sehr", so Schulz.

Auch auf der Rechtsaußen-Position ist der Verein fündig geworden. Der 25-jährige Grieche Ioannis Frangis wird in die Fußstapfen von Jan Wicklein treten, der den Verein nach sechs Jahren in Richtung Zweite Liga verlassen hat. Frangis lebt schon seit einigen Jahren in Deutschland und wechselt nach den deutschen Stationen Unterhaching, Leichlingen und Gummersbach II nun vom Oranienburger HC (Siebter in der abgelaufenen Saison in der 3. Liga Nord) an die Saale. Er wird neben der Tätigkeit als Spieler aufgrund seiner beruflichen Erfahrungen (Abschluss eines Masterstudiums) auch in die Marketingarbeit des Vereins mit eingebunden.


Singwald bleibt trotz Einbußen

Neben Frangis stehen bereits die Neuzugänge Maximilian Drude (HSC 2000 Coburg II) und Julian Bötsch (TG Heidingsfeld) fest. Die Suche nach einem neuen Mittelmann läuft unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen weiter. Auf ein anderes bekanntes HSC-Gesicht dürfen sich die Fans auch in der kommenden Runde freuen. Rückraum-Shooter Konstantin Singwald bleibt bei den Saalestädtern und nimmt dabei, wie andere Akteure auch, finanzielle Einbußen in Kauf. Der 24-Jährige wechselte in der Saison 2015/2016 aus Coburg zum HSC und entwickelte sich schnell zu einer festen Größe in der Startformation.

Das Bad Neustädter Eigengewächs Felix Wolf wird dagegen zum Bedauern von Schulz seine Handballschuhe ab sofort nicht mehr für den HSC schüren. Der 23-jährige Linksaußen, der von der E-Jugend an alle Jugendmannschaften im Verein durchlaufen hat, wechselt zum neuen Ligarivalen nach Waldbüttelbrunn. "Wir vom Verein haben ihm ein Angebot unterbreitet, das er leider nicht angenommen hat", so der HSC-Vorsitzende. Schulz weiter: "Der HSC bedankt sich herzlich bei Felix Wolf für die vielen tollen Jahre und wünscht eine gute, vor allem verletzungsfreie Zeit bei seinem neuen Verein."

Nach der jetzt beginnenden handballfreien Zeit und der Vorbereitungsphase startet der HSC schließlich am Wochenende 15./16. September in die Bayernliga-Saison. chü
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