Bad Neustadt an der Saale
Handball Bayernliga

Beim HSC sind die Torhüter die Matchwinner

Bad Neustadt behält gegen Mitfavorit TSV Friedberg die Nerven und gewinnt auch sein zweites Saisonspiel.
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Die Torhüter Felix Schmidl (rechts) und Nick Weber waren die Erfolgsgaranten für den 20:15-Sieg des HSC Bad Neustadt gegen den TSV Friedberg. Anand Anders
Die Torhüter Felix Schmidl (rechts) und Nick Weber waren die Erfolgsgaranten für den 20:15-Sieg des HSC Bad Neustadt gegen den TSV Friedberg. Anand Anders

HSC Bad Neustadt - TSV Friedberg 20:15 (11:9). Gelungene Heimpremiere für den HSC Bad Neustadt gegen den ebenfalls ambitionierten TSV Friedberg vor 603 Zuschauern in der Bürgermeister-Goebels-Halle: "Bad Neustadt hat verdient gewonnen", sagte TSV-Coach Fadil Kqiku. Einig waren er und HSC-Trainer Chrischa Hannawald darin, eine Abwehrschlacht gesehen zu haben, in der die Angreifer oft an den starken Torhütern verzweifelten. Dabei stand Felix Schmidl bei den Gastgebern zwischen den Pfosten. Nick Weber kam nur bei drei Siebenmetern zum Einsatz und blieb jedes Mal Sieger gegen die Gästeschützen, was nicht unbedeutend für das Ergebnis sein sollte.

"Angefangen von den beiden Torhütern, die super gehalten haben, hat unser Abwehrverhalten richtig gut funktioniert, nur 15 Gegentreffer sprechen Bände", sagte Hannawald. Auf der Gegenseite präsentierte sich Benjamin von Petersdorff in einer guten Verfassung, wurde aber in der Endphase der kampfbetonten Auseinandersetzung einige Male von seinen Mitspielern im Stich gelassen. Mit Beginn des zweiten Durchgangs versuchten es die Schwaben mit zwei frischen Außen, was sich zunächst auszuzahlen schien, als Fabian Abstreiter zum 12:12 ausglich. Peter Haggenmüller und Ex-HSC-Spieler Timo Riesenberger, der im halbrechten Rückraum oder zentral spielte, probierten einige Male ihr Glück, trafen aber nicht. Gary Hines sorgte mit einem Doppelpack für das 14:12. Nach dem 15:13 durch einen typischen Schmitt-Treffer, der sich robust durchtankte, wurde wieder eine Phase eingeläutet, die die Fans beider Lager aufstöhnen ließ. Bei den Hausherren wurde das Pech nach Lattentreffern von Maxi Schmitt und Franziskus Gerr beklagt, die Kqiku-Sieben wurde von Schmidl-Paraden genervt.

Als Fabian Abstreiter mit einem Siebenmeter an Weber scheiterte, war der mögliche Anschlusstreffer des letztjährigen Vizemeisters verpasst. Allerdings konnte Schmitt nicht für Beruhigung sorgen. Er setzte einen Strafwurf an den Pfosten. Als Abstreiter auf 14:15 verkürzte, war für Spannung gesorgt, die anhielt, weil Christian Loris seine Mannschaft auch auf 15:16 (47.) heranbrachte. Doch die rote Karte für Dittiger sowie ein vergebener Haggenmüller-Siebenmeter zog den Gästen den Zahn.

Julian Bötsch sorgte für den Schlusspunkt einer Begegnung, in der die Bad Neustädter variabler spielten und von verschiedenen Positionen heraus torgefährlicher agierten. "Insgesamt bin ich megastolz auf die Truppe, die in kritischen Situationen selbst den Kopf aus der Schlinge gezogen hat", sagte Chrischa Hannawald. Tore für den HSC: Gary Hines (6/2), Maximilian Schmitt (4/1), Julian Bötsch (4), Maximilian Drude (3), Konstantin Singwald (2), Benedikt Kleinhenz (1).

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