Großbardorf
Fußball Bayernliga

Beeindruckende Vorstellung der Großbardorfer

Die Grabfeld-Gallier nehmen die DJK Vilzing in der ersten Halbzeit nach allen Regeln der Kunst auseinander.
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Nach einigen Spielen ohne eigenen Treffer, durfte sich Großbardorfs Torjäger Simon Snaschel (Dritter von rechts) beim 4:2 gegen die DJK Vilzing gleich zweimal herzen lassen. Foto:  Anand Anders
Nach einigen Spielen ohne eigenen Treffer, durfte sich Großbardorfs Torjäger Simon Snaschel (Dritter von rechts) beim 4:2 gegen die DJK Vilzing gleich zweimal herzen lassen. Foto: Anand Anders

TSV Großbardorf - DJK Vilzing 4:2 (2:0). Tore: 1:0 Simon Snaschel (7.), 2:0 Dominik Zehe (8.), 3:0 Valentin Reitstetter (15.), 4:0 Simon Snaschel (40.), 4:1 Tobias Bräu (70.), 4:2 Andre Luge (84.). Gelb-Rot: Fabian Trettenbach (88., DJK). Bes. Vorkommnis: Julian Schneider (Großbardorf) hält Foulelfmeter von Andre Luge (26.).

Was sie schon im letzten Spiel trotz der klaren 1:4-Niederlage in Eltersdorf angedeutet hatten, setzten die Spieler des Fußball-Bayernligisten TSV Großbardorf bei ihrem 4:2-Sieg gegen den Tabellendritten DJK Vilzing in eindrucksvoller Manier fort: Sie können wieder schönen Fußball spielen, wobei die Betonung auf dem Wort spielen liegt. Denn vor allem in den ersten 45 Minuten brannten die Grabfeld-Gallier ein spielerisches Feuerwerk ab und belohnten sich auch dafür mit vier Treffern.

Die Gastgeber gingen mit viel Elan ins Spiel. Schon nach sieben Minuten war es Simon Snaschel, der die Platzherren mit seinem neunten Saisontreffer in Führung brachte. Dabei hatte der 29-Jährige davor in sieben Spielen nicht getroffen. Umso größer seine Erleichterung. "Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen, denn ein Stürmer wird an seinen Toren gemessen. Als der Eckball von Moriz Heusinger zu mir durchgerutscht ist, dachte ich nur: Den machst du rein." Und das gelang ihm auch.

Danach merkte man Snaschel dieses Erfolgserlebnis deutlich an. Und nicht nur ihm, sondern dem gesamten Team, das nun befreit aufspielte. "Der Unterschied zu Eltersdorf war, dass wir heute Tore gemacht haben", freute sich Snaschel. Die Bardorfer hatten in der ersten Halbzeit fünf gute Chancen und vier Mal klingelte es beim bemitleidenswerten Vilzinger Schlussmann Sandro Weber, der bei allen Einschlägen machtlos war.

Schon eine Minute nach dem 1:0 hieß es 2:0. Nach einem der zahlreichen gelungenen Spielzügen passte der agile André Rieß nach innen, Adrian Reith legte für Dominik Zehe auf und der offensive Mittelfeldspieler ließ mit seinem 16-Meter-Knaller Weber keine Abwehrchance. Weil das Toreschießen so schön ist, machen wir es gleich noch einmal, dachten wohl die Hausherren. Nach einem Foul an der Torauslinie der Gäste, die die beiden schnellen Gegentore noch nicht verdaut hatten, spielten die Großbardorfer den Freistoß flach nach innen, Stefan Piecha ließ das Leder passieren und der aufgerückte Innenverteidiger Valentin Reitstetter netzte ein: Es hieß 3:0.

"Bis dahin waren wir gedanklich noch in der Kabine", urteilte DJK-Trainer Christian Stadler. Wer weiß aber, wie die Partie weitergegangen wäre, hätten die Gäste ihre beiden Großchancen in Tore umgemünzt. Nach einem Foul von Benjamin Kaufmann an André Luge zeigte Schiedsrichter Dücker auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte selbst trat zum fälligen Strafstoß an, scheiterte aber an TSV-Torhüter Julian Schneider. "Ich wehrte den Ball mit dem Schienbein ab. Ich habe das Bein hochgezogen und hatte Glück, dass ich den Ball so halten konnte", berichtete Schneider, der aber bei der zweiten Möglichkeit, wieder durch Luge, machtlos gewesen wäre. Aber Luges Heber ging über das Tor. Während die Oberpfälzer ihre Chancen vergaben, agierten die Schützlinge von André Betz zielstrebig und effektiv.

Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Snaschel sein zehntes Saisontor nach Reith-Vorarbeit. "Die spielerische Leistung der Elf in Halbzeit eins war so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das bestätigt den Weg, den wir gehen. Die Elf hat einen ansehnlichen Tempofußball geboten", lobte Betz. Die 200 Zuschauer quittierten dies mit lang anhaltendem Pausenbeifall.

Die zweiten 45 Minuten in diesem ansehenswerten Bayernligaspiel verliefen aus Bardorfer Sicht weniger spektakulär. Zwar erspielte sich der Gastgeber noch einige Chancen, die Treffer erzielten aber die Gäste ("Mein Team hat nicht aufgegeben, sondern hat weiter Fußball gespielt. Das haben die Akteure tapfer gemacht", Stadler). Erst traf Tobias Bräu, dann doch noch André Luge. Beide Tore konnten aber am verdienten Bardorfer Dreier nichts mehr ändern. Großbardorf: Schneider - Kaufmann, Reitstetter, Kirchner, Heusinger - Piecha, Rützel (67. Waigand) - Rieß (83. Müller), Zehe, Reith - Snaschel (64. Dietz).

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