Bad Neustadt an der Saale
Handball 3. Liga

HSC muss beim Schlusslicht um den Sieg bangen

"Unabhängig vom Tabellenstand hat jeder Gegner den Ehrgeiz, uns den ersten Punkt abzuknöpfen oder die erste Niederlage zuzufügen", lautete eine Erklärung von HSC-Coach Matthias Obinger für das engagierte Auftreten der Hausherren vor 350 Zuschauern in der Westpfalzhalle.
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VT Zweibrücken-Saarpfalz - HSC Bad Neustadt 28:33 (15:14) - Beim Schlusslicht kennt man jetzt auch die HSC-Akteure Goran Djuricin und Gary Hines, die im Hinspiel gefehlt hatten. Und die beim zweiten Aufeinandertreffen den Schützlingen von Mirko Schwarz zwei Drittel aller Gegentreffer einschenkten. Der Torhunger gerade von Djuricin war auch bitter notwendig, denn die Gastgeber hielten die Begegnung lange offen, es drohte gar der erste Punktverlust des Spitzenreiters.

Zügig führten die Einheimischen mit 5:2, wobei alle Treffer, davon vier Siebenmeter, auf das Konto von Steffen Kiefer gingen. "Über die Leistung der Schiedsrichter äußere ich mich ungerne", blieb der Coach diplomatisch angesichts der vielen Siebenmeter und Zeitstrafen gegen den HSC, der kurzfristig auf Jan Wicklein (Wadenprobleme) hatte verzichten müssen. Und der überraschend mit einem knappen Rückstand in die Kabine musste.

Die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel verliefen ausgeglichen. Auf Seiten der Gastgeber war vor allem Mittelmann Trifanovs kaum zu bremsen. Mit drei Treffern in Folge sorgte er für die 27:26-Führung. Die ging zwar nach Treffern von Vilim Leskovec und Djuricin verloren, doch nach einem neuerlichen Siebenmeter-Tor begann das Spiel zehn Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 28:28 quasi von vorne. "Was dann die Mannschaft gezeigt hat, war Extraklasse", so Matthias Obinger, denn ab diesem Zwischenergebnis waren die Rot-Weißen nicht mehr zu stoppen.

Die Wende zugunsten des Meisterschaftsanwärters startete erstaunlicher Weise mit der dritten Zeitstrafe für Valkovskis, der mit Entsetzen erleben musste, dass ihm kurz hintereinander Emil Feuchtmann-Perez und Franziskus Gerr auf die Sünderbank folgten. "Die 6:3-Überzahl-Situation des Gegners war natürlich bedrohlich. Dass da Bady Badura einen Siebenmeter abwehrte und wir ohne Gegentreffer diese Phase überstanden, war einem großen Kampfgeist und der gewachsenen Cleverness geschuldet", sagte Obinger. Kaum vollzählig, sorgte Djuricin binnen Sekunden für die 30:28-Führung, die Leskovec und Djuricin ausbauten. Den letzten Treffer dieses unerwartet spannenden Matches erzielte Michal Panfil. Auch deswegen, weil Badura in den Schlusssekunden nochmals einen Strafwurf abkochte.
Tore für den HSC: Goran Djuricin (15/1), Gary Hines (6), Emil Feuchtmann-Perez (4/2), Michal Panfil (3), Margots Valkovskis (3), Vilim Leskovec (2).

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