Laden...
Bad Neustadt an der Saale
Handball 3. Liga

HSC braucht in Burgdorf einen guten Tag

Früh aufstehen heißt es für die Spieler des HSC Bad Neustadt (7./10:6) am Sonntag, denn das Match beim TSV Burgdorf II (4./14:4) wird um 15 Uhr angepfiffen und die Fahrt an die Stadtgrenze Hannovers ist nicht gerade eine Reise um die Ecke.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dass die Schützlinge von Margots Valkovskis beim Anwurf gleich hellwach sein müssen, versteht sich von selbst, "denn der Gegner ist ein ganz schwerer, an dem sich die meisten bisherigen Kontrahenten die Zähne ausgebissen haben", ist sich der HSC-Coach sicher. Gerade in der Gudrun-Pausewang-Halle sind die Niedersachsen eine Macht, haben ihre bisherigen fünf Heimspiele unbeschadet überstanden, vor zwei Wochen wurde der TV Kirchzell nach einem 28:23 in den Odenwald zurückgeschickt. "Ich schätze Bad Neustadt als einen sehr schweren Gegner ein", so TSV-Trainer Heidmar Felixson, "es ist ein Schwergewicht der Liga, was schon die imposante Serie an Vizemeisterschaften der letzten Jahre beweist". Gerade die kompakte 6:0-Deckung der Saalestädter hat ihn beim Videostudium überzeugt, "auch der Rückraum gehört zu den gefährlichsten der Liga".

Da passt es dem TSV-Trainer weniger in den Kram, dass die erste Mannschaft des TSV zeitgleich ihr Bundesliga-Spiel beim VfL Gummersbach zu bestreiten hat. "Da werde ich wohl Spieler abstellen müssen, was meinen Kader natürlich schwächt". Betroffen sein könnten von dieser Abstellung Torjäger Timo Kastening, der mit 64 Treffern aktuell auf Platz vier der Liga-Torjägerliste liegt, sowie Spielmacher Yannick Dräger. "Wenn diese beiden fehlen würden, wäre es für uns natürlich nicht schlecht", so Margots Valkovskis, der seine Vorbereitung aber nicht nur auf diese beiden Spieler fokussiert hat. "Burgdorf besitzt erstklassige A-Junioren, ist ausgeglichen besetzt und verfügt mit Jendrik Meyer über einen starken Torhüter", so seine Erkenntnis über den Gastgeber. Außerdem seien gerade dessen junge Spieler "hungrig", denn es lockt bei guten Leistungen der Einsatz in der 1. Liga.

Valkovskis hat seine Mannen nach dem Heimsieg gegen Pirna in den letzten zwei Wochen zu intensiven Trainingseinheiten bestellt, "auch am spielfreien Wochenende haben wir uns keine Ruhepause gegönnt". Dass sein Kader vollzählig am Sonntagmorgen um 9 Uhr aufbrechen kann, ist natürlich von Vorteil, "außerdem sind alle topfit und gesund". Das ist natürlich eine gute Grundlage für eine Begegnung, die für die Kurstädter der Beginn einer Serie von schweren und unangenehmen Gegnern ist. Denn nach Burgdorf wartet mit dem Spitzenreiter SC Magdeburg II, den heimstarken Leipzigern und dem Tabellenzweiten Elbflorenz Dresden nicht gerade die Laufkundschaft der Liga auf die Rot-Weißen. "Umso wichtiger wäre ein Erfolg in Burgdorf, denn das würde zum einen für Selbstvertrauen sorgen, zum anderen das ausgegebene Saisonziel weiter realistisch erscheinen lassen" (Valkovskis).

Dieses Saisonziel heißt laut Geschäftsführer Dieter Schulz Platz sechs, "denn damit hätten wir die direkte Qualifikation für die DHB-Pokalrunde in der nächsten Saison geschafft". Eine gute Grundlage hierfür wären natürlich zwei Auswärtspunkte, "was meiner Meinung auch möglich ist, wenn wir uns über sechzig Minuten clever verhalten, kompakt in der Abwehr stehen und unsere Chancen konzentriert verwerten", so die Hoffnung des HSC-Spielertrainers. Dessen zu Saisonbeginn geäußerte Hoffnung, "ich will selbst nicht mehr so oft aufs Parkett und die Mannschaft lieber von außen leiten", hat sich bislang nicht erfüllt, zum einen machten ihm in dieser Hinsicht Personalprobleme einen Strich durch die Rechnung, zum anderen war sein Einsatz als Spieler auch bei kritischen Spielständen gefordert. "Wenn ich am Sonntagabend meinen Spielbericht durchgebe, möchte ich nicht so oft als Torschütze genannt sein, lieber wäre es mir, wenn wir auch ohne meine Tore die Punkte mitnehmen", so der stets Optimismus verbreitende Coach.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren