Eltersdorf

Eine unnötige Niederlage für den TSV Großbardorf

Diese Niederlage war unnötig wie ein Kropf. Die Grabfeld-Gallier hatten in den 90 Minuten Chancen, um zwei Spiele zu gewinnen. So gab Eltersdorfs Coach Hendrik Baumgart zu, dass es ein "sehr glücklicher Dreier" für seine Mannschaft gewesen sei.
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SC Eltersdorf - TSV Großbardorf 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Maximilian Großmann (86.).
Den Verlauf des Matches brachte Gerd Klaus, Trainer des Regionalligisten FC Schweinfurt 05 und Schwager von Dominik Schönhöfer, genau auf den Punkt. "Wenn das Spiel 6:2 für die Großbardorfer ausgegangen wäre, hätte sich Eltersdorf nicht beschweren dürfen. Denn die Gäste waren klar überlegen. Mindestens mit 3:0 hätten sie zur Halbzeit führen müssen. Damit wäre die Partie entschieden gewesen." Dem schloss sich Gerhard Schüler, Manager der Bardorfer, an. "Wir hatten bereits in der ersten Halbzeit drei bis vier Riesenbretter."

Dass die Großbardorfer eigentlich das Spiel zu ihren Gunsten hätten entscheiden müssen, ist richtig. Aber Fakt war: Der Gastgeber hatte am Ende das bessere Ende für sich, da die Grabfelder nicht imstande waren, selbst die besten und klarsten Möglichkeiten in Tore umzumünzen. Einige Beispiele aus den ersten 45 Minuten: Es begann bereits nach zwölf Minuten, als Björn Schönwiesner nach einer Rieß-Flanke frei aus sechs Metern zum Kopfball kam, aber das Leder genau in die Hände von SC-Keeper Sebastian Lechner köpfte. Acht Minuten später hatte Dominik Zehe die erste seiner zwei Großchancen. Energisch tankte er sich durch die Abwehrreihe der Hauherren, scheiterte aber letztendlich am Fuß von Lechner. Und es ging so weiter. Aus fünf Metern drosch Manuel Orf das Leder freistehend in die Wolken und Zehe versuchte allein vor Lechner einen Lupfer, anstatt den Ball aus acht Metern ins Tor zu schießen.

"Ich hörte von einem Mitspieler, dass ich Zeit hätte. Da wollte ich den Ball über den Torhüter lupfen. Als ich aber sah, dass er im Rückwärtsgang war, hatte ich plötzlich zwei Gedanken, Lupfer oder Schuss. Leider entschloss ich mich zum Falschen", erklärte der Mittelfeldspieler seinen Lapsus in der 37. Minute. Die mangelhafte Chancenverwertung war das einzige, aber spielentscheidende Manko der Großbardorfer. Ansonsten boten sie eine sehr gute Leistung. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und noch einmal eine tolle Leistung abgeliefert. Im letzten Spiel haben wir noch einmal als Team geglänzt. Meine Elf hat alles gebracht. Umso ärgerlicher, dass wir nun mit leeren Händen dastehen", sagte Dominik Schönhöfer.

Und gab sich selbst die Schuld am 0:1. Der TSV-Coach wollte in der Schlussphase das Match unbedingt gewinnen und wechselte für einen Abwehrspieler (Maximilian Zang) einen Offensiven (Simon Snaschel) ein und stellte auf Dreierkette um. Doch die Umstellung ging nach hinten los: Nach einem Steilpass von Patrick Fuchs auf Maximilian Großmann überwand dieser Julian Schneider im TSV-Gehäuse mit einem Schuss ins lange Eck (86.). "Da habe ich zu hoch gepokert. Das 0:1 nehme ich auf meine Kappe", sagte Schönhöfer. Es hätte aber wenigstens noch zu einem Punkt reichen können, hätte Alexander Mantlik mit einem Lupfer getroffen. So blieb es bei den langen Gesichtern bei allen Bardorfern, die erkannt hatten, dass man diese Partie nicht hätte verlieren dürfen.
Großbardorf: Schneider - Zang (84. Snaschel), Kirchner, Hölderle, Orf - Piecha - Rieß, Zehe, Leicht, Schönwiesner (78. Stahl) - Mantlik.

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