LKR Rhön-Grabfeld
Landwirtschaft

Späte Rübenernte bringt gute Erträge

Die Ernte der Zuckerrüben im Landkreis Rhön-Grabfeld läuft auf Hochtouren. Die Arbeiten haben sich etwas verzögert, weil die sogenannte Kampagne später als gewohnt begann.
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Mit solchen 650 PS starken Maschinen wurden   in den vergangenen Tagen und Wochen die Rüben im   Grabfeld aus dem Boden geholt. Die Aufnahme entstand   in der Höchheimer Flurgemarkung "Beckenfleck".  Foto: Wolfgang Ruck
Mit solchen 650 PS starken Maschinen wurden in den vergangenen Tagen und Wochen die Rüben im Grabfeld aus dem Boden geholt. Die Aufnahme entstand in der Höchheimer Flurgemarkung "Beckenfleck". Foto: Wolfgang Ruck
Die für Rhön-Grabfeld von der Zuckerfabrik vorgegebenen Abfuhrtermine fielen ungewöhnlich spät aus. Deshalb ließen viele Bauern ihre Rüben auch später ernten als in den Vorjahren. Im Nachhinein betrachtet sehen die Praktiker diesen Umstand als sehr positiv.

"Die Rüben hatten heuer zwei Wochen länger Zeit als sonst zum Wachsen", erzählt ein Landwirt aus dem Milzgrund. Dadurch kam doch noch ein einigermaßen ordentlicher Ertrag zu Stande. Denn die Regenfälle im Wechsel mit Sonne und Wärme sorgten für einen kräftigen Wachstumsstand der süßen Früchte. Selbst auf schlechteren Böden präsentieren sich die Rüben gut. Gut verteilte Niederschläge sorgten allerdings auch dafür, dass sich Pilzkrankheiten stärker ausbreiteten.

Regen war Gold wert

Doch nicht nur für den Ertrag war der Regen Gold wert. Auch auf die Rodbarkeit der Böden hatte der Niederschlag guten Einfluss genommen. Alles in allem blicken die Rübenanbauer auf einen "guten Jahrgang 2012". Die Ergebnisse können sich sowohl beim Ertrag wie auch bezüglich der inneren Qualität her sehen lassen. Wichtigster Qualitätsmaßstab ist nach wie vor der Zuckergehalt. Dieser bewegt sich heuer bei knapp 19 Prozent und wird damit den Erwartungen der Landwirte und der Verarbeitungsseite gerecht.

Bei einem durschnittlichen Rübenertrag von 65 Tonnen je Hektar und einem Zuckergehalt von 19 Prozent kommen auf einem Hektar schnell 12.350 Kilo reiner Zucker zusammen.

Seit sechs Jahren wird der Abtransport der Rüben von einer bäuerlichen Lade- und Transportgemeinschaft übernommen. 24 Stunden täglich holen die gelben Fahrzeuge die Erntemengen ab und transportieren die süße Fracht in die Zuckerfabrik. Die Ernte aus dem hiesigen Gebiet wird in den Werken Ochsenfurt und im hessischen Wabern verarbeitet. Die beiden Fabriken gehören zum Südzucker-Konzern, der mit den Landwirten Anbauverträge abgeschlossen hat.

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