Oberfladungen
Umwelt

Müllsammeln beim Spaziergang

Linda Schmidt möchte darauf aufmerksam machen, wie viel unterwegs weggeworfen wird, was auch zu Hause über die eigene Mülltonne entsorgt werden könnte.
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Linda Schmidt aus Oberfladungen sammelt Müll am Straßenrand. Meist Wohlstandsmüll - wie Coffee-to-go-Becher, die offensichtlich aus fahrenden Autos geworfen werden.  Foto: Marion Eckert
Linda Schmidt aus Oberfladungen sammelt Müll am Straßenrand. Meist Wohlstandsmüll - wie Coffee-to-go-Becher, die offensichtlich aus fahrenden Autos geworfen werden. Foto: Marion Eckert
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Linda Schmidt ist eine junge Mutter. Jeden Tag ist sie mit ihrem Kinderwagen in der Natur unterwegs. Dabei fiel ihr auf, dass nahezu jeden Tag neuer Müll entlang der Straße und der Wege zu finden ist. "Vor allen sind es Coffee-to-go-Becher, die mir aufgefallen sind." Diese Becher werden offensichtlich gekauft und nach dem Genuss des Inhalts aus dem fahrenden Auto geworfen. Linda Schmidt hat eine Tasche in den Kinderwagen gepackt und angefangen den Müll in der Flur einzusammeln.

Dabei kamen nicht nur diese Coffee-to-go-Becher zusammen, sondern eine Vielfalt an Wohlstandsmüll, der im Straßengraben landet: Plastikdeckel von Salat zum Mitnehmen, Zigarettenschachteln und leere Flaschen. Fünf Kilo haben sie und ihr Mann Benedikt eingesammelt und entsorgt. Das bedauerliche ist, dass nahe zu jeden Tag neu aufgesammelt werden könnte. "Ich habe nun immer eine Tasche dabei, wenn ich spazieren gehe".

Alte Silvesterböller im Graben

Doch es geht Linda Schmidt nicht darum, dass sie den Müll anderer wegräumen möchte. Sie möchte darauf aufmerksam machen, wie viel unterwegs weggeworfen wird, was auch zu Hause über die eigene Mülltonne entsorgt werden könnte. "Das muss doch nicht sein, dass es aus dem Auto geworfen oder einfach fallen gelassen wird. Wir vermüllen unsere Umwelt", sagt sie. Teilweise sei es auch Müll, der schon lange im Straßengraben oder am Wegesrand liege. Ein alter Silvesterböller, halb vergammelte Joghurtbecher oder zerbröselte Alufolie. "Wenn alle mitmachen und aufräumen und gleichzeitig darauf achten, dass nichts weggeworfen wird, dann können wir gemeinsam für unsere Natur etwas tun", ist sie überzeugt.

Linda Schmidt hat einen zwölf Wochen alten Sohn. Sie möchte ihrem Oliver eine intakte Umwelt hinterlassen. Ihr Studium "ZukunftsDesign" an der Hochschule in Coburg hat sie für Nachhaltigkeit und Gestaltung der Zukunft im technologischen, sozialen und organisatorischen Bereich sensibilisiert und geprägt. "Mir ist es wichtig Impulse zu setzen, die zum Nachahmen anregen und die jeder für sich auch umsetzen kann."

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