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Großbardorf feiert Kantersieg nach Steigerung

In der 1. Halbzeit hatte der TSV Großbardorf noch Schwierigkeiten mit Vach. Doch dann zeigten die Grabfeld-Gallier besondere Tugenden.
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Simon Snaschel (vorne rechts, gegen Christian Kohl) entwischte seinen Vacher Bewachern drei Mal. Mit den Grabfeld-Galliern gelang ihm ein 6:1-Sieg gegen den ASV. Anand Anders
Simon Snaschel (vorne rechts, gegen Christian Kohl) entwischte seinen Vacher Bewachern drei Mal. Mit den Grabfeld-Galliern gelang ihm ein 6:1-Sieg gegen den ASV. Anand Anders

TSV Großbardorf - ASV Vach 6:1 (2:1). Tore: 1:0, 2:0 Snaschel (6., 14), 2:1 R. Röder (27.), 3:1 F. Dietz (52.), 4:1 Snaschel (56.), 5:1 Zehe (64.), 6:1 Fleischer (83.). Gelb-Rot: Uwadia (47., Vach). Besondere Vorkommnisse: Röder (Vach) schießt Foulelfmeter an den Innenpfosten (36.).

Dass die Zuschauer Großbardorf nach dem Abpfiff mit Beifall in die Kabine verabschieden, ist nicht alltäglich. Das war aber nach dem klaren 6:1-Erfolg über den ASV Vach der Fall. Denn nach einer eher schwächeren ersten Halbzeit steigerten sich der TSV erheblich und erzielte in Hälfte 2 vier weitere Treffer.

Zwei Vorgaben hatte TSV-Coach André Betz den Seinen gemacht. "Erstens wollten wir den Heimsieg und zweitens in Führung gehen." Das Team erfüllte diese Wünsche. Nach sechs Minuten gingen die Grabfelder durch Simon Snaschel, der einen Sahnetag erwischt, in Führung. Dem 28-Jährigen gelang ein Dreierpack. Bei seinem ersten Treffer zirkelte er das Leder nach einem Rückpass aus 16 Meter mit trockenem Schuss unhaltbar für Vachs Schlussmann Jonas Dirr ins Netz.

Acht Minuten später Snaschels zweiter Streich, allerdings unter Mithilfe des Vacher Torhüters. Nachdem Andre Rieß den Ball in den Strafraum geschlagen hatte, waren sich der Keeper und ein Abwehrspieler uneins; Snaschel spritzte dazwischen und spitzelte das Leder mit der Fußspitze ins Tor. " Wir haben die ersten 20 Minuten regelrecht verschlafen", ärgerte sich Gästetrainer Norbert Nein.

Die Führung brachte Großbardorf keine Sicherheit. Plötzlich kam Unordnung ins Spiel. "Da hatten wir erhebliche Probleme in der Zentrale", sah Betz einen Grund dafür an. Die Folge war der Anschlusstreffer der Gäste durch einen Foulelfmeter.

Kurz danach hatte Rico Röder die Möglichkeit zum Ausgleich, denn Schiedsrichter Mario Hofmann zeigte nach einem klaren Foul von Xaver Müller erneut auf den Punkt. Aber der Vacher traf nur den Innenpfosten.

"In der Pause habe ich der Mannschaft deutlich klar gemacht, was ich wollte", so der TSV-Coach. Die Vorentscheidung kam zwei Minuten nach dem Wechsel. Innenverteidiger Christopher Uwadia musste nach der zweiten gelben Karte vom Platz. Kurz darauf das 3:1, als Florian Dietz den Ball frei vorm Keeper ins Tor schoss.

Zielstrebig spielte der TSV weiter und erzielte drei weitere schöne Tore. Das erste erneut durch Snaschel, der nach langem Pass von Marcel Röder das Leder per Kopf an Dirr vorbeilegte und einschob, das zweite durch Dominik Zehe, der per Dropkick einen weiten Ball verwertete. Und das dritte durch Tobias Fleischer, der ein Rieß-Zuspiel ins Netz verlängerte.

"Wenn deine Mannschaft 6:1 gewinnt und du erzielst drei Tore, war es ein guter Tag. Wenn du deine erste Chance reinmachst, geht vieles von alleine", meinte Snaschel. Er zeigte Schwächen in Halbzeit 1 auf. "Da hatten wir oft keinen Zugriff und verloren zu viele Zweikämpfe. Nach unserem 2:0 dürfen wir so ein Spiel nicht mehr aus der Hand geben."

mad Großbardorf: Chr. Dietz - Müller, Mangold (35. Zang), Röder, Poznic - Illig (80. Fleischer), Piecha - Rieß, Zehe, F. Dietz - Snaschel (67. Mosandl).

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