Bad Neustadt an der Saale
Elektromobilität

Die Region um Bad Neustadt noch e-mobiler machen

Die ersten Forschungsprojekte der "Modellstadt Elektromobilität" nähern sich ihrem Ende - mit respektablen Resultaten.
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Bad Neustadt verfügt über ein überdurchschnittliches Netz an Stromtankstellen. Dennoch ist den Elektroautos der ganz große Durchbruch noch nicht gelungen. Foto: Stefan Kritzer
Bad Neustadt verfügt über ein überdurchschnittliches Netz an Stromtankstellen. Dennoch ist den Elektroautos der ganz große Durchbruch noch nicht gelungen. Foto: Stefan Kritzer
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Vor fünf Jahren starteten der Landkreis und die Stadt Bad Neustadt die Bewerbung als eine der ersten Modellstädte für Elektromobilität in Bayern. Seitdem hat das Zukunftsthema die Region nachhaltig geprägt und ihr unter anderem den Status eines Hochschulstandortes eingebracht. Die erste Reihe der großen Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit der Industrie und Bildungsinstituten geht in diesen Monaten zu Ende. Bei einer Abschlussveranstaltung in den Räumen der Stadtwerke wurden die Ergebnisse präsentiert.

Nicht nur die Stadt Bad Neustadt, auch der Landkreis und die Region darüber hinaus sollten von der ersten Modellstadt Elektromobilität in Bayern profitieren. Das haben Landrat Thomas Habermann und Bürgermeister Bruno Altrichter immer wieder betont.
Seit fünf Jahren ist Bad Neustadt nun Modellstadt, seit gut drei Jahren laufen gesteuert von einem Projektmanagement sowie vom eigens gegründeten Technologietransferzentrum Elektromobilität (TTZ) eine ganze Reihe von Forschungsprojekten.

Insgesamt sind rund 14 Millionen Euro in die Projekte wie in das TTZ mit der Stiftungsprofessur geflossen. Rund um das TTZ und den Förderverein M-E-NES sollen auch weiterhin eine Fülle von Projekten an dem Zukunftsthema weiterarbeiten. "Wir hoffen, dass es so weitergeht", so Ulrich Leber, Leiter von Stadtwerke, zum Abschlussergebnis der einzelnen Projekte.

Technologietransferzentrum macht gute Arbeit

In einem neuen Imagefilm kommen die Protagonisten der Modellstadt allesamt zu Wort und betonen darin, wie nachhaltig die Forschungen die Stadt in den letzten fünf Jahren geprägt haben. Besonders hervorgehoben wird hierbei stets das erfolgreich arbeitende Technologietransferzentrum, in dem mittlerweile knapp 40 Mitarbeiter Hochschulatmosphäre ins Obergeschoß der Jakob-Preh-Schule und in die Stadt bringen. Dessen Leiter, Professor Ansgar Ackva, bezeichnete Leber als "Glücksgriff".

Kurt Haßfurter, Leiter der Jakob-Preh-Schule in deren Räumlichkeiten das TTZ untergebracht ist, bringt es auf den Punkt: "Wir arbeiten daran, den Landkreis noch e-mobiler zu machen!" Unter anderem hat die Berufsschule zu Lehrzwecken einen integrierten Fachunterrichtsraum eingerichtet, wo Lehranforderungen in Sachen Elektromotoren wie auch die Simulation von Hybridmotoren oder Smart Grid vermittelt werden können. Selbstverständlich ist auch das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft am Thema Elektromobilität sehr interessiert.

Elektromobilität braucht neue Ideen

Das Institut für Angewandte Logistik der Hochschule Würzburg-Schweinfurt hat unter anderem die Nutzerakzeptanz von Elektroautos in verschiedenen Einsatzszenarien untersucht. Sowohl Firmen- wie Privatautos und Modelle des Carsharings wurden hinterfragt. Fazit: Elektromobilität braucht neue Ideen, was die Verwendung der Fahrzeuge anberaumt. Neu gedacht werden muss auch die eigene Energieversorgung. Über Photovoltaik kann heute schon per Zwischenspeicher das vor der Haustür stehende Elektroauto geladen werden.

An den Zukunftsthemen in Bad Neustadt wird weiter geforscht. Derzeit laufen die Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern über die Förderung des TTZ. Rund 700.000 Euro braucht die Forschungseinrichtung, um auf bisherigem Niveau weitermachen zu können. Bislang hat München 200.000 Euro zugesichert. Es gibt also noch Verhandlungsbedarf, dem mit der Präsentation der zahlreichen Ergebnisse der notwendige Nachdruck verliehen werden soll. Selbstverständlich gibt es auch wieder eine Fahrzeugschau, die am 16. und 17. April des kommenden Jahres stattfinden soll.

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