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Bad Neustadt an der Saale
Schulprojekt

Tablets im Unterricht? Schüler dürfen einen Tag lang testen

Schüler des Rhön-Gymnasiums wollten ausprobieren, ob sich die Tablet-Computer auch für den Fremdsprachenunterricht eignen.
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Grammatik lernen mit dem Tablet: Schüler des Rhön-Gymnasiums und Studenten der Uni Würzburg versuchten dies in einem Modellprojekt. Foto: Stefan Kritzer
Grammatik lernen mit dem Tablet: Schüler des Rhön-Gymnasiums und Studenten der Uni Würzburg versuchten dies in einem Modellprojekt. Foto: Stefan Kritzer
Laptopschulklassen gibt es längst und das Lernen mit dem Computer ist gang und gäbe. Am Rhön-Gymnasium ging ein P-Seminar der Oberstufe gemeinsam mit Romanistik-Studenten der Uni Würzburg nun einen Schritt weiter. Die Schüler und Studenten wollten ausprobieren, ob sich die derzeit angesagten Tabletcomputer für den Fremdsprachenunterricht eignen und wie man diese vernetzt im Schulsprachunterricht einsetzen kann.

Es gibt für alles eine App, heißt das angesagte Sprichwort der heutigen Schülergeneration ganz im Zeichen von Smartphones und Tabletcomputern. Längst verdrängen diese modernen Geräte die klassischen PCs aus den Büros und sind Begleiter im Arbeitsalltag wie in der Freizeit. Doch kann man mit Tablets auch leichter Vokabeln und Grammatik im Fremdsprachenunterricht lernen?

13 Schülerinnen und Schüler eines P-Seminars der 11.
Klasse haben am Rhön-Gymnasium zusammen mit 18 Studentinnen und Studenten der Universität Würzburg aus dem Fachbereich Romanistik den Versuch unternommen, im Sprachunterricht Tablets einzusetzen und deren Potential zu entdecken. Die Lehramtsstudenten haben in dem Projekt die Lehrer- und Beobachterrolle eingenommen. Die Schüler lösten in dem eintägigen Projekt die von den Studenten erstellten meist multimedialen Aufgaben mit Hilfe von Tablets. Oder versuchten diese zu lösen oder stellten Apps vor, die man im Fremdsprachenunterricht einsetzen kann.

"Ideen bewegen"

Norbert Dietzel, Lehrer für Englisch, Französisch und Spanisch sowie Dozent an der Universität Würzburg in der Lehrerausbildung Romanistik hatte das Projekt angestoßen und sich bei der Firma Samsung Electronics GmbH beworben. Das P-Seminar des Gymnasiums wurde ausgewählt und erhielt für einen Tag eine komplette multimediale Lernumgebung mit 30 Tablets, Zubehör, Laptop, Drucker und einem interaktivem 65-Zoll Display zur Verfügung gestellt.

Das Projekt an den Schulen gehört zu dem von Samsung geförderten Schulwettbewerb "Ideen bewegen", in dem die Potentiale der digitalen Schule erforschen werden sollen. Das eigenverantwortliche Lernen mit Neuen Medien steht hierbei stets im Vordergrund. Im Vordergrund im Seminarraum des Rhön-Gymnasiums standen aber zunächst Probleme, 30 Tablets mit einem Laptop und einem riesigen Touchscreen in Einklang zu bringen. Ob all das Vokabeleintippen und Grammatikregeln formulieren tatsächlich mit Tablet-Computern mal leichter gehen wird, das konnten die Schüler und Studenten diesmal noch nicht wirklich feststellen. Aber die Technik mit all ihren Tablets und Apps ist in Sachen Schulunterricht auch erst am Anfang. Wenn es mal funktioniert, dann macht es sicherlich richtig Spaß. Zumindest mehr als beim regelmäßigen Vokabelpauken aus dem Sprachbuch.

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