Aub
Frontalzusammenstoß

Kreis Rhön-Grabfeld: Frauen sterben bei Unfall - Rettungskräfte unter Schock

Tödlicher Unfall im Kreis Rhön-Grabfeld: Das Feuer griff zu rasch um sich. Passanten und Feuerwehr konnten nichts mehr für die Frauen tun.
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Ein Bild des Grauens an der Unfallstelle: Der Unfall verursachende Pkw stand quer zur Straße, unterhalb der Böschung löschten Feuerwehrleute das Auto, in dem Beifahrerin und Fahrerin verbrannten. Foto: Hanns Friedrich
Ein Bild des Grauens an der Unfallstelle: Der Unfall verursachende Pkw stand quer zur Straße, unterhalb der Böschung löschten Feuerwehrleute das Auto, in dem Beifahrerin und Fahrerin verbrannten. Foto: Hanns Friedrich
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Zwei Tote und eine Schwerverletzte hat am Montag gegen 18.20 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Verbindungsstraße Gabolshausen-Aub gefordert. Wie die Einsatzzentrale der unterfränkischen Polizei dazu mitteilt, war nach ersten Erkenntnissen eine 22-Jährige aus dem Landkreis Bad Kissingen auf der Staatsstraße 2275 zwischen Aub und Gabolshausen aus bislang unklarer Ursache in einer lang gezogenen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort prallte ihr Fahrzeug frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen, in dem eine 54-jährige Fahrerin und eine 57-jährige Beifahrerin saßen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde deren Auto eine etwa zwei Meter tiefe Böschung hinab geschleudert und fing sofort Feuer.

Dazukommende Passanten versuchten noch die beiden im Auto befindlichen Insassen zu retten, was aber durch das rasch um sich greifende Feuer nicht gelang. "Wir haben wirklich alles versucht, dann aber kam das Feuer so rasch, dass wir nicht mehr helfen konnten."

Als die Feuerwehren aus Aub, Gabolshausen und Bad Königshofen, sowie der Rettungsdienst des BRK Bad Königshofen zur Unfallstelle kamen, brannte das Fahrzeug lichterloh. Erst nach und nach gelang es den Wehrleuten aus Bad Königshofen die Flammen zu löschen. Für die 54-Jährige am Steuer und ihre drei Jahre ältere Beifahrerin aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld kam jede Hilfe zu spät. Die 22-jährige Opelfahrerin wurde schwerverletzt in eine Klinik eingeliefert.


Die schwersten Stunden

Die Straße zwischen Aub und Gabolshausen blieb über mehrere Stunden gesperrt. Vor Ort waren Polizeibeamte der Station Bad Königshofen, sowie wegen auslaufender Betriebsstoffe, der Verantwortliche des Landratsamtes Rhön-Grabfeld. Rettungskräfte kamen vom BRK in Bad Königshofen und Hofheim, sowie vom DRK Westhausen. Vor Ort war die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), außerdem zwei Notfallseelsorger.
Wer an solch eine Unfallstelle kommt und die Hilflosigkeit mitbekommt, ist, wie die Rettungskräfte, geschockt. Es sind ganz sicher die schwersten Stunden von Feuerwehr und Rettungsdienst, wenn sie erkennen müssen, dass hier jede Hilfe zu spät kommt. So auch am Montagabend. Die gedrückte Stimmung, die das Unfassbare widerspiegelt, was da vor ihren Augen abläuft, war fast greifbar. Ein Flammenmeer und zwei Menschen, die nicht gerettet werden können. Vor allem als ein Feuermehrmann das Auto erkannte und von den Kameradinnen und Kameraden zur Seite genommen und betreut wurde.

Verantwortliche der Psychosozialen Notfallversorgung kümmerten sich ebenso um den jungen Mann. Polizei und Notfallseelsorger oblag es, die Nachricht den Angehörigen mitzuteilen. Immer wieder versuchten die Wehrleute die erneut aufkommenden Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Erst als sie das Auto mit Schaum abdecken, erstickt das Feuer. Dann beginnt die sicher schwerste Arbeit der Wehrleute, nämlich die beiden Toten aus dem Wrack zu bergen und sie dem Bestatter zu übergeben.

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