Bischofsheim an der Rhön

Preis für die besten Sanierer

Die Kreuzbergallianz hat erstmals besonders gelungene und herausragende Objekte ausgezeichnet
Artikel drucken Artikel einbetten
Erstmals vergab die Kreuzbergallianz einen Saniererpreis für besonders gelungene und herausragende Objekte. Das Bild zeigt von links, die neue Vorsitzende Birgit Erb (Bürgermeisterin Oberelsbach), Gerd Kleinhenz (Bürgermeister Wildflecken), Udo Baumann (Bürgermeister Bischofsheim), Brigitte Zirkelbach, Franz-Josef Schmitt, Viktor Schuhmacher, Rudi Zehe (Bürgermeister Schönau), Claudia Schuhmacher, Andreas Fuchs, Roland Bühner (Stellvertretender Bügermeister Sandberg) und Allianzmanager Dr. Ch...
Erstmals vergab die Kreuzbergallianz einen Saniererpreis für besonders gelungene und herausragende Objekte. Das Bild zeigt von links, die neue Vorsitzende Birgit Erb (Bürgermeisterin Oberelsbach), Gerd Kleinhenz (Bürgermeister Wildflecken), Udo Baumann (Bürgermeister Bischofsheim), Brigitte Zirkelbach, Franz-Josef Schmitt, Viktor Schuhmacher, Rudi Zehe (Bürgermeister Schönau), Claudia Schuhmacher, Andreas Fuchs, Roland Bühner (Stellvertretender Bügermeister Sandberg) und Allianzmanager Dr. Christian Seynstahl. Foto: Marion Eckert
Drei besonders gelungene Sanierungsbeispiele, die dem Leitbild der Innenentwicklung entsprechen, wurden von der Kreuzbergallianz im Rahmen eines kleinen Festaktes ausgezeichnet. Die Preisträger erhielten als Anerkennung für den Vorbildcharakter ihres Anwesens ein Preisgeld und eine Tafel zum Anbringen an ihrem Gebäude. Die Preisträger sind: Brigitte Zirkelbach und Christoph Keßler aus Schönau, Klaus und Heike Metz aus Langenleiten, Viktor und Claudia Schuhmacher aus Ginolfs.

Der Vorsitzende der Kreuzbergallianz, Bischofsheims Bürgermeister Udo Baumann, beglückwünschte die Preisträger zu dieser Auszeichnung. Der Sanierungspreis wurde erstmalig vergeben und soll künftig jährlich ausgelobt werden.
Eine Jury bestehend aus den Bürgermeistern der Kreuzbergallianz, Herbert Bötsch (Kreisbaumeister Landkreis Rhön-Grabfeld), Franz-Josef Schmitt (Architekt, Stadtplaner und Innenentwicklungsberater der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt) und Andreas Fuchs (Mitarbeiter Gutachterausschuss Landkreis Bad Kissingen) haben die Preisträger aus elf Bewerbern ausgewählt.
"Wir wollen gelungene private Sanierungen öffentlichkeitswirksam würdigen und einen Anreiz für weitere Sanierungswillige zu setzen, den guten Beispielen zu folgen", erklärte Baumann.
Auch Innenentwicklungsberater und Allianzmanager Dr. Christian Seynstahl beglückwünschte die Preisträger. "Es soll zur Nachahmung anregen, das war das wichtigste Kriterium", zeigte Seynstahl auf. Vorbildcharakter und natürlich die Qualität der Sanierung seien weitere ausschlaggebende Punkte. "Ein saniertes Anwesen soll sich optisch wie architektonisch von anderen Beispielen abheben. Es soll ein Hingucker sein." Daher seien besonders mutige und aufwändige Beispiele zu würdigen gewesen.
Diesen Vorgaben entspreche das Anwesen von Familie Schuhmacher. Es handelt sich um ein Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert in Ginolfs. Neben der Modernisierung der Haustechnik, Erneuerung von Böden und Fenstern wurde das gesamte Fachwerk freigelegt. Schuhmachers legten dabei Wert auf die Verwendung von ökologischen Baumaterialien. Die Sanierung erfolgte komplett in Eigenleistung über einen Zeitraum von zehn Jahren. Ursprünglich als Ferienhaus gedacht, werde das Anwesen bald als Hauptwohnhaus der Familie genutzt. Zwischenzeitlich haben Schumachers ein zweites Fachwerkhaus in Ginolfs gekauft, in dem nun Ferienwohnungen und ein Atelier entstehen.
Brigitte Zirkelbach und Christoph Keßler haben sich bewusst für den Hauskauf im Altort von Schönau entschieden, der durch die Ortsumgehungsstraße beruhigt wurde. Ursprünglich handelte es sich um zwei Gebäude, durch den Abbruch des hinter liegenden Wohnhauses wurde in einer dicht bebauten Altortlage Platz für einen großzügigen Freisitz geschaffen. Umfangreiche Arbeiten wurden in dem Gebäude vorgenommen, wie Ausschachtung des Erdgeschosses um Erhöhung eine Raumhöhe von 2,40 Meter zu erreichen. Die Fassade mit dem Fachwerk wurde freigelegt und fachgerecht saniert, Dach und Fenster erneuert, moderne Haustechnik installiert und eine Wärmedämmung im Innenbereich des Hauses angebracht.
Sechs Jahre dauerte die Umbauphase, die Arbeiten wurden vorwiegend in Eigenleistung vorgenommen.
Das Künstlerehepaar Heike und Klaus Metz aus Langenleiten hat in der ehemaligen Scheune einen Wohn- und Ausstellungsraum für ihre eigenen Kunstwerke geschaffen. Das helle und freundliche, zugleich warme und gemütliche Ambiente bildet eine ideale Kulisse für die Kunstgegenstände.
Die Scheune wurde entkernt, der Dachstuhl erneuert und ein Kniestock aufgebaut, die Versorgungsleitungen und Haustechnik verlegt und eingebaut, ebenso ein Kachelofen. Der Anbau einer Werkstatt ermöglicht Wohnen und Arbeiten auf demselben Grundstück. Ehepaar Metz ist es gelungen den Scheunencharakters durch offene Raumgestaltung zu erhalten, verschiedene Wohnebenen entstanden auf den Zwischenböden der ehemaligen Scheune. Auch sie legten großen Wert auf die Verwendung von natürlichen Baumaterialien. Die Arbeiten wurden nach gut anderthalbjähriger Planung über einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren in Eigenleistung erbracht.
Die Eltern von Klaus Metz leben im Vorderbau, einem historischen Fachwerkhaus, so ist das Anwesen heute ein Mehrgenerationenhaus.
Sanierungsbeispiele, die 2016 keinen Preis erhalten haben, sind von einer Teilnahme im Folgejahr nicht ausgeschlossen und können erneut nominiert werden. Nachdem in diesem Jahr die beispielhaften Objekte aus der in Kürze erscheinenden Informationsbroschüre "Innenentwicklung der Kreuzbergallianz" vornominiert wurden, können für in den kommenden Jahre Bewerbungen erfolgen. Kontakt: innenentwicklung@kreuzbergallianz.de oder info@kreuzbergallianz.de
Marion Eckert





Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.