Trappstadt
Trunkenheit

Mann flieht nach Unfall vor der Blutentnahme

Nachdem er am Sonntagnachmittag unter Alkoholeinfluss einen Auffahrunfall verursacht hatte, hat ein Autofahrer kurz vor der Blutentnahme sein Heil in der Flucht gesucht.
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Symbolbild: Carsten Rehder dpa/lno
Symbolbild: Carsten Rehder dpa/lno
Dabei stieß er einen Polizeibeamten zur Seite, der sich dabei derart verletzte, dass er einige Tage keinen Dienst verrichten kann. Der geflüchtete Autofahrer wurde von einem weiteren Polizeibeamten mit Unterstützung zweiter Rettungssanitäter wieder eingeholt.

Gegen 14.30 Uhr war es in Trappstadt an der Einmündung der Hauptstraße in die Staatsstraße 2282 zu einem sogenannten Kleinunfall gekommen. Der 40-Jährige war auf ein stehendes Fahrzeug aufgefahren, wobei ein Schaden in Höhe von etwa 4.000 Euro entstand. Bei der Unfallaufnahme stellte die Streifenbesatzung der Polizeistation Bad Königshofen dann allerdings fest, dass bei dem Unfallverursacher, der mit seinem kleinen Sohn unterwegs war, offensichtlich zu viel Alkohol im Spiel war. Diese Vermutung bestätigte sich dann nach einem Test am Alkomat, wobei sich ein Wert von knapp über 1,4 Promille ergab.

Dem Autofahrer aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld wurde daraufhin eröffnet, dass eine Blutentnahme durchgeführt werden müsse. Der Mann war damit aber überhaupt nicht einverstanden, weshalb eine Entscheidung durch den zuständigen Staatsanwalt erging. Als der 40-Jährige schließlich auch seinen Führerschein aushändigen sollte, beleidigte er einen der beiden Polizisten.

Nach einiger Zeit ging es dann im Dienstfahrzeug zur Kreisklinik in Bad Königshofen. Dort stieß der 40-Jährige urplötzlich einen der Polizisten zur Seite. Der Beamte versuchte noch, den Flüchtenden festzuhalten, wobei beide stürzten. Der 40-Jährige rannte davon, konnte aber kurze Zeit später von dem zweiten Beamten wieder festgenommen werden. Bei der Rückführung zum Streifenwagen wurde der Ordnungshüter durch zwei Rettungssanitäter vorbildlich unterstützt.

Nach der Blutentnahme und der Sicherstellung des Führerscheins wurde der Beschuldigte dann wieder entlassen. Die jetzt fällig Strafanzeige unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung dürfte ihn nun längere Zeit in unangenehmer Weise an den Faschingssonntag erinnern. pol



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