Höchheim

Für Demokratie und Rechtsstaat

Neu gegründeter Verein vertritt die "schweigende Mitte"
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Lieber mittendrin als extrem daneben: Die Vorstandschaft des neu gegründeten Vereins (von links) Schriftführerin Peggy Bartholomäus, zweiter Vorsitzender Matthias Fries, erster Vorsitzender Karl Graf von Stauffenberg und Kassiererin Nina Gräfin Westerholt setzt sich gegen jede Art von Extremismus ein.  Foto: Regina Vossenkaul
Lieber mittendrin als extrem daneben: Die Vorstandschaft des neu gegründeten Vereins (von links) Schriftführerin Peggy Bartholomäus, zweiter Vorsitzender Matthias Fries, erster Vorsitzender Karl Graf von Stauffenberg und Kassiererin Nina Gräfin Westerholt setzt sich gegen jede Art von Extremismus ein. Foto: Regina Vossenkaul
Der Radikalisierung durch Ideologien oder Religionen will der neu gegründete Verein "Mitten drin statt extrem daneben" entgegen wirken. Kürzlich traf sich eine Gruppe von Interessenten im Schloss Irmelshausen, um eine Satzung zu beschließen und den Vorstand zu wählen. Danach soll der Verein registriert werden und strebt die Gemeinnützigkeit an.

Karl Graf von Stauffenberg ist der Initiator des Vereins, er beobachtet mit Sorge die wachsende Radikalisierung von Rechten, Linken oder religiösen Fanatikern. Die Menschen der "Mitte" sollten sich gegen jede Form von Extremismus einsetzen, ist seine Meinung, und dabei besonders die für Parolen und Ideologien anfälligen jungen Menschen ansprechen. So ähnlich sind auch die Ziele des Vereins formuliert, unter anderem heißt es: "Vorherrschend soll der Verein Jugendliche und junge Erwachsene darüber aufklären, welche Gefahren durch die Radikalisierung von Ideologien und Religionen für unsere Gesellschaft entstehen." Der Verein ist überparteilich und will Netzwerke bilden mit anderen Vereinen, Parteien religiösen Gruppierungen und Personen des öffentlichen Lebens, die sich zum Rechtsstaat und dessen Werten bekennen.
Viele Bestimmungen wurden diskutiert und beschlossen, dabei ging es unter anderem um Mitgliedsbeiträge, die auf mindestens 30 Euro pro Jahr für Erwachsene festgelegt wurden, wobei der Vorstand durch Mehrheitsbeschluss einzelne Beitragspflichten und Sonderumlagen ganz oder teilweise erlassen kann. Rechte und Pflichten von Mitgliedern und Vorstandsmitgliedern wurden festgelegt sowie die Vorgehensweise, sollte sich der Verein irgendwann auflösen.
Die Auftaktveranstaltung ist bereits geplant. Wie bereits berichtet, findet am Samstag, 28. Mai, in der Oskar-Herbig-Halle in Mellrichstadt eine Podiumsdiskussion mit Konzert und anschließender Party statt. Einlass ist um 18 Uhr, Beginn um 18.30 Uhr. Wer vor der Podiumsdiskussion erscheint, bezahlt den geringen Eintrittspreis von einem Euro, später wesentlich mehr. Interessante Gesprächspartner sind bereits eingeladen worden. Den Konzertteil übernimmt die junge aufstrebende Band La Goassn mit rockiger Volksmusik, danach werden mit einer DJ-Party Rechtsstaatlichkeit und Demokratie bis in die Nacht hinein gebührend gefeiert. Einige Sponsoren haben bereits zugesagt, wie von Stauffenberg berichtete. Da zeitgleich das Champions-League-Endspiel läuft, wird es auf einer Großleinwand (ohne Ton) übertragen. Ein eventueller Gewinn aus der Auftaktveranstaltung geht an die Initiative "Exit", die Jugendliche betreut, die aus der rechten Szene aussteigen wollen. Bei der Wahl des Vorstandes wurde, wie erwartet, Karl Graf von Stauffenberg zum ersten Vorsitzenden gewählt, sein Stellvertreter ist Matthias Fries aus Bad Königshofen - Aub. Das Amt der Kassiererin übernahm Nina Gräfin Westerholt, Schriftführerin ist Peggy Bartholomäus. Zu Kassenprüfern wurden Dorothee Fries und Hans Schöneberg gewählt.
Regina Vossenkaul



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