Bischofsheim an der Rhön

Den Sonnenaufgang vom Stella Point aus betrachtet

Der Frankenheimer Jürgen Nimec bestieg den Kilimanjaro
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Der Frankenheimer Bergsteiger Jürgen Nimec (Sechster von links in oranger Jacke) bestieg mit seinen Freunden den Kilimanjaro.  Foto: privat
Der Frankenheimer Bergsteiger Jürgen Nimec (Sechster von links in oranger Jacke) bestieg mit seinen Freunden den Kilimanjaro. Foto: privat
Der Frankenheimer Bergsteiger Jürgen Nimec war mit weiteren sechs befreundeten Bergkameraden in Afrika unterwegs, mit dem Ziel, den höchsten Berg Afrikas, den Kilimanjaro mit 5895 Metern, zu besteigen.

Der Kilimanjaro gilt als einer der "Seven Summits" der Erde. Das Kilimanjaro Massiv befindet sich in einer der tropisch heißesten Regionen der Welt, trotzdem ist es ein enorm vergletschertes Hochgebirge.
Vom Flughafen Frankfurt am Main ging es über Addis Ababa (Äthiopien) zum Kilimanjaro Airport in Tansania. "Nach einer Übernachtung in einer Lodge ging es direkt zum Akklimatisieren in den Arusha Nationalpark, um dort den Mount Meru mit 4566 Meter zu erklimmen", berichtete Nimec.
"Wegen der Höhenanpassung wurden vier Tage, bzw. drei Übernachtungen, für den Auf- und Abstieg eingeplant. Die Übernachtungen erfolgten in Berghütten.
Anschließend ging es umgehend zum Kilimanjaro, um die Akklimatisationsphase nicht zu gefährden." Am Kilimanjaro gibt es sieben Routen. Die Machame- und die Marango Route sind die einfachsten und am stärksten frequentierten. Die Gruppe wählte jedoch die Umbweroute, welche mit weitem Abstand die einsamste, schwerste, aber auch schönste Route ist (nur ein Prozent aller Gesamtbesteigungen erfolgt über diese Route).
"Für diese Besteigung waren sechs Tage eingeplant. Auf dem Weg zum Gipfel durchwanderten wir alle Vegetationszonen dieser Erde. Die Übernachtungen erfolgten diesmal nicht in Berghütten, sondern in Zelten."
In diesem Jahr war in Afrika "El Niño" (= anhaltender, mehrtägiger Dauerregen). Am Gipfeltag öffnete sich jedoch für wenige Stunden ein Schönwetterfenster, sodass die Bergkameraden um Mitternacht starteten, um bei Sonnenaufgang den Stella Point (5685 Meter) zu erreichen. "Ab dieser Höhe zählt der Berg als bestiegen. Eine halbe Stunde später standen wir frohen Herzens am höchsten Punkt Afrikas, dem Uhuru Peak (5895 Meter). Der Ausblick war gigantisch, vor allem auf die vielen Hängegletscher und das sehr weitläufige Land", berichtete Nimec. Nach einer Stunde am Gipfel erfolgte wehmütig der Abstieg bis zum Mweka Gate (1800 Meter). Anschließend wurde mit der Begleitmannschaft gefeiert und man ließ die gemeinsamen Erlebnisse Revue passieren. Das Finale dieser einmaligen Reise bildeten drei Tage Safari in den Nationalparks Tarangire, Lake Manyara und zum Schluss dem weltberühmten Ngorongoro Krater.
Über seine Reise möchte Jürgen gerne berichten. Er plant deshalb im Herbst einen Diavortrag im Sportheim in Frankenheim. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben. Auf die Frage, welches Ziel als nächstes ansteht, sagte er schmunzelnd: "Es gibt noch schöne Berge auf dieser Erde, die bestiegen werden müssen." Marion Eckert

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