Sulzdorf an der Lederhecke
Kuhkunst

Bunte Kunst am Güllefass in Serrfeld

Im unterfränkischen Serrfeld kann man Kuhgemälde im Stil von Dalí, van Gogh und Co bewundern. Geschaffen wurden diese von einer echten Unterfränkin: Lena Hofmann alias Nea zählt zu den Gewinnern des Wettbewerbs.
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Bunte Kunst von Alexander Zellmer, Matthias Weißenböck, FlorianTschech und Lena Hofmann.  Foto: Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft
Bunte Kunst von Alexander Zellmer, Matthias Weißenböck, FlorianTschech und Lena Hofmann. Foto: Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft
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Zu diesem Wettbewerb hatte die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) aufgerufen. Einzige Vorgabe für die eingereichten Skizzen war eine Verbindung zum Thema Milch. Ansonsten waren die in Kooperation mit dem Graffiti-Verein "Die Bunten" angesprochenen Kreativen aus der Szene völlig frei. Da für Nea das Malerlebnis im Mittelpunkt steht, hat sie drei befreundete Künstler eingeladen, ihr bei der Umsetzung zu helfen. Parallel wurden Bayerns Landwirte eingeladen, ihre freien Wandflächen anzubieten. Ausgewählt wurde je ein Projekt pro Regierungsbezirk.

Wichtiges Auswahlkriterium hierbei war die Einsehbarkeit der Fläche. Schließlich sollen die sieben Milch-Kunstwerke ein großes Publikum bekommen. Der 16 Meter lange Güllebehälter in Serrfeld erfüllt dies klar. Für Landwirt Andreas Schlinke hatte die Teilnahme auch ideelle Gründe: "Die Milchwirtschaft ist unsere Berufung und wir stehen mit ganzem Herzen hinter dem, was wir täglich tun: Milch von glücklichen Kühen produzieren. Wir möchten mit dieser Aktion das Image der Landwirtschaft verbessern und einen positiven Unterschied machen", so Schlinke.

Zusätzlich sei es ihm wichtig, jungen Leuten, die bisher wenig mit Landwirtschaft in Kontakt getreten sind, zu zeigen, wie vielfältig, bunt und modern diese ist. "Dafür eignet sich Street Art als moderne Kunstform hervorragend und wir freuen uns auf ein tolles Kunstwerk auf unserem Hof", erläutert der Landwirt weiter. Per Juryentscheidung und Online-Voting wurden sieben Skizzen ausgewählt, darunter auch der kreative Vorschlag zur "Ku(h)nstgeschichte" der 28-jährigen Nea - der einzigen Frau im Wettbewerb.

Als "Einheimische" war ihr die Teilnahme am Wettbewerb besonders wichtig: "Da ich aus Unterfranken komme, war es für mich ein besonderer Reiz, eine Großfläche in meiner Heimat gestalten zu dürfen", erklärt die Künstlerin. Doch das war nicht der einzige Beweggrund: "Mir gefällt an dem Projekt außerdem, dass Street Art dabei auf dem Land stattfindet und nicht, wie üblich, in einer urbanen Umgebung. Ich finde es toll, einmal auf dem Dorf zu arbeiten, einen Bauernhof zu verschönern und Street Art in einer ländlichen Umgebung wirken zu lassen", führt sie weiter aus. Wie genau die Künstlerin des Projekts an die Aufgabe herangeht, ist in den nächsten Tagen unter www.milchland-bayern.de/streetart als Film und Bild zu sehen.

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