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Bad Königshofen im Grabfeld

Badesee, ganz modern

Großes Interesse an dem zukunftsweisenden Projekt
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Wird modernisiert: Der Badesee Irmelshausen soll wieder zu einem attraktiven Naherholungsziel werden. Foto: Regina Vossenkaul
Wird modernisiert: Der Badesee Irmelshausen soll wieder zu einem attraktiven Naherholungsziel werden. Foto: Regina Vossenkaul
Die Lenkungsgruppe der Grabfeld-Allianz ließ sich nach ihrer letzten Sitzung, die in Irmelshausen stattfand, von Bürgermeister Gerold Weiß über das Leader-Projekt "Badesee" informieren. Einige Tage zuvor war die Umgestaltung des gemeindeeigenen Areals in einer Bürgerversammlung ausführlich dargestellt worden.

Wie groß das Interesse am Badesee ist, zeigten die unerwartet vielen Teilnehmer in der fast vollbesetzten Milzgrundhalle.
Die Bürger sehen eine Chance, im hiesigen Landkreis mit nur wenigen Badeseen mehr Tagestouristen anzuziehen, wenn die Infrastruktur stimmt. Der See wurde vor 40 Jahren angelegt und erfreute sich anfangs guten Zuspruchs, dann fielen die Besucherzahlen. Die Gemeinderäte hatten angesichts der Fördermöglichkeiten, des Einsatzes des neuen Pächters und eventuell auch des Landkreises eine grundlegende Sanierung beschlossen.
Eine Alternative wäre die Renaturierung des Sees gewesen.
"Das ist unser See, er sollte der Bevölkerung zur Verfügung stehen", sagte der Bürgermeister. Das Projekt, das bereits von der LAG (Lokale Aktionsgruppe) als "förderwürdig" eingestuft wurde, kann bei Bewilligung mit Zuschüssen von 40 Prozent aus Leader-Mitteln (EU-Förderung) für das Gebäude rechnen, für die Gestaltung des Sees mit 60 Prozent. Die Gesamt-Investitionskosten werden auf 400.000 bis 500.000 geschätzt. Wenn alles gut läuft, erhält die Gemeinde aus Leader-Mitteln rund 200.000 Euro, die entsprechenden Pläne sind bereits fertig. Unter anderem ist ein Wasserspielplatz für die Kinder eingeplant, der von einer der Quellen, die den See speisen, versorgt wird. Der Anglerbereich am anderen Ende des Sees bleibt bestehen, der Schilfgürtel bleibt ebenfalls erhalten, aber die zusätzlichen Einstiege in den See werden erneuert und sicherer gemacht. Ein Steg und eine Badeinsel sind vorgesehen im Badebereich, dort soll auch ausgebaggert werden, um den Schlamm zu entfernen. Ein Teil des äußeren Umfelds soll für die Zusammenarbeit mit dem jukunet (Netzwerk für Jugendkultur) reserviert bleiben, dort könnte ein Steinzeitdorf entstehen, alte Getreidesorten angebaut und die Techniken der Vorfahren erkundet werden. Ein zusätzlicher WC-Wagen soll dafür sorgen, dass die Gäste dieses Bereichs keinen allzu weiten Weg zum nächsten WC haben. Der Kiosk wird umgebaut und die sanitären Anlagen auf den neuesten Stand gebracht. Landrat Thomas Habermann hatte während der Bürgerversammlung seine Unterstützung zugesagt. Ob der Landkreis zur Finanzierung des Projekts Badesee beiträgt, darüber muss der Kreistag entscheiden. Höchheim gehöre zu den wirtschaftlich schwächeren Gemeinden, der See sei eine ihrer Stärken, die man weiter entwickeln und nutzen sollte, sagte Habermann. Die Wasserqualität sei außerdem immer gut gewesen.

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