Oberelsbach

Auszeichnung erhalten

Umweltbildungsstätte Oberelsbach für "Biologische Vielfalt" ausgezeichnet
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Die Umweltbildungsstätte Oberelsbach wurde nach der Auszeichnung der UN Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" auch als offizielles Projekt der "UN Dekade Biologische Vielfalt" gewürdigt. Das Foto zeigt (von links): Joachim Schneider, Annette Diekmann, Birgit Erb, Bernd Fischer, ORRi Nicole Reblin und stellvertretenden Landrat Peter Suckfüll.  Text/Foto: Marion Eckert/privat
Die Umweltbildungsstätte Oberelsbach wurde nach der Auszeichnung der UN Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" auch als offizielles Projekt der "UN Dekade Biologische Vielfalt" gewürdigt. Das Foto zeigt (von links): Joachim Schneider, Annette Diekmann, Birgit Erb, Bernd Fischer, ORRi Nicole Reblin und stellvertretenden Landrat Peter Suckfüll. Text/Foto: Marion Eckert/privat
OBERELSBACH. Eine hohe Auszeichnung bekam die Umweltbildungsstätte Oberelsbach bereits zum zweiten Mal in Folge von den Vereinten Nationen. Nach der Auszeichnung für "Nachhaltige Entwicklung" gab es jetzt die Auszeichnung für "Biologische Vielfalt", die im Rahmen der didacta 2016 in Köln am Stand des Bundesumweltministerium verliehen wurde.

Die Vereinten Nationen stellen alle zehn Jahre einen neuen Schwerpunkt für Projekte auf und vergeben die passenden Auszeichnungen an Einrichtungen und Projektpartner. Der im Jahr 2012 eröffnete Umweltbildungsstätte wurde die Auszeichnung der UN-Dekade für Nachhaltige Entwicklung, die von 2005 bis 2014 lief, im Jahr 2013 verliehen. In der neuen UN-Dekade für Biologische Vielfalt wurde die Umweltbildungsstätte Oberelsbach nun erneut mit einer Auszeichnung bedacht.
Die Auszeichnung wurde von Anette Dieckmann (Bundesvorsitzende der ANU Deutschland) im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade an Bernd Fischer, Geschäftsführer Umweltbildungsstätte Oberelsbach, Bürgermeisterin Birgit Erb und Joachim Schneider Pädagogischer Fachbetreuer der Umweltbildungsstätte, übergeben. Stolz ist Bürgermeisterin Erb über diese hochrangige Auszeichnung, die nicht nur die Arbeit der Umweltbildungsstätte bestätige sondern auch der beteiligten Partner, der Marktgemeinde Oberelsbach, dem Verein Naturpark und Biosphärenreservat sowie der Regierung von Unterfranken und der Bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservat Rhön. Denn die Auszeichnung sei nicht nur auf die Umweltbildungsstätte bezogen sondern auch auf deren übergeordnete Vernetzung. Dieser Einsatz habe die Juroren des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. "Mit diesem vorbildlichen Projekt werde ein bedeutendes Zeichen für das Engagement um die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. "Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen", fasste Geschäftsführer Bernd Fischer zusammen und zeigte die Schwerpunkte der Bewerbung auf.
Die Umweltbildungsstätte stelle die nachhaltige Entwicklung und Biodiversität in den Mittelpunkt ihres Bildungsangebotes. "Beispielhaft für die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur sind Bildungsmodule zur Wildkatze, zum Hochmoor Schwarzes Moor, zum Rhönschäfer und zum Sternenpark", zeigte Fischer auf. "Dabei lernen die Gäste die Vielfalt der Lebensräume, zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten und die Biodiversität bei Nutzpflanzen kennen." Doch auch ein kritischer Blick sei erlaubt: Warum werden bestimmte Bereiche als Kernzonen, andere als Pflegezonen ausgewiesen? Welcher Aufwand wird betrieben, um Lebensräume für Tier, Pflanze und Mensch zu erhalten? Ein großer Teil dieser Lebensräume sei Kulturlandschaft, wurde also durch den Menschen geprägt und werde durch menschliche Aktivität erhalten, erinnert Fischer. "Diese Wechselwirkung des Menschen mit der Biosphäre ist Ziel und Grundlage der Bildungsarbeit in der Umweltbildungsstätte Oberelsbach." Annette Dieckmann, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) und Jurymitglied der UN-Dekade, habe sich in ihrer Laudatio an eine Exkursion in die Rhön im Rahmen ihres Biologiestudiums erinnert. Dabei habe sie sehr eindrücklich erfahren, was biologische Vielfalt bedeutet. Deshalb übernahm sie gerne die Auszeichnung dieses Projektes in einer ihr bekannten und besonders vielfältigen Region. Peter Suckfüll, stellvertretender Landrat würdigte diese Auszeichnung nicht nur für die Marktgemeinde Oberelsbach sondern für den gesamten Landkreis Rhön Grabfeld. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält die Umweltbildungsstätte Oberelsbach einen "Vielfalt-Baum", der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung das "Rhöniversum - ein Kosmos voller Leben" der Umweltbildungsstätte Oberelsbach einen wertvollen Beitrag leistet. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.




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