Lichtenfels

Vorsicht beim Japanischen Knöterich

Gartenexperte Jupp Schröder weiß über Pflanzen Bescheid. Deshalb warnt er seine Leserschaft vor dem Japanischen Knöterich, der einigen Schaden in Gärten anrichten kann.
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Symbolbild: Barbara Herbst
Symbolbild: Barbara Herbst
Jetzt steht der Japanische Knöterich in voller Blüte. Somit kann ihn gut erkennen. Die Blüte ist ähnlich wie bei dem bekannten Schlinggewächs Knöterich, mit dem der Neubürger verwandt ist. Als Staude stirbt der japanische Knöterich in jedem Jahr ab und überwintert mit ausdauernden Wurzeln.

Viele Gartenbesitzer scheinen oft nicht zu wissen, was für tückische Pflanzen da in ihrem Garten wachsen. So ist der Japanische Knöterich in ganz Europa zu einer Landplage geworden. Als Neuling hat er keine natürlichen Feinde und breitet sich mit seiner enormen Wuchskraft ungehindert aus. Die Wurzeln wachsen zwei Meter tief und können sogar Mörtel und Magerbeton brechen. Da sie überall Ausläufer bilden, ist schnell eine Riesenfläche überwuchert. Dann wundern sich die Gartenbesitzer, wenn aus den Fugen der Gartentreppen und Platten überall junge Triebe schießen.

Darüber hinaus gibt es jetzt nach der Blüte auch eine Vermehrung durch Samen. Wie sich der Japanische Knöterich bei uns ausgebreitet hat, kann man schon überall in Wäldern, öffentlichen Grünflächen so wie an Wege- und Straßenböschungen deutlich erkennen. Auch in sehr vielen Gärten darf er scheinbar ungehindert wachsen.

Als eine Möglichkeit der Reduzierung wäre es vielleicht, die Pflanzen im jungen Zustand im Frühling als Lebensmittel wie Spargel zu nutzen, so wie es im Heimatland Japan geschieht.
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