Bamberg

So kommen Ihre Pflanzen gut über den Winter

Pflanzen gut über den Winter zu bringen, ist nicht so einfach. Was es dabei zu beachten gibt, verrät Gartenexperte Jupp Schröder.
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Gartenexperte Jupp Schröder. Foto: Tobias Stich
Gartenexperte Jupp Schröder. Foto: Tobias Stich
Beim Einräumen von Kübelpflanzen ins Winterquartier taucht immer wieder die Frage auf, wie stark zurückgeschnitten werden soll. Hier teilen sich oft die Meinungen. Möglich ist ein kräftiger Rückschnitt bei Fuchsie, Wandelröschen, Enzianstrauch, Bleiwurz, Margerite und Engelstrompete. Dieser hilft natürlich, Platz zu sparen. Es ist aber immer mit einem Eintrocknen der Triebenden zu rechnen. Deshalb sollte eine Schnittreserve an der Pflanze verbleiben. Der endgültige Rückschnitt erfolgt dann im zeitigen Frühjahr.

Das milde Wetter macht es möglich, dass noch Blumenzwiebeln gepflanzt werden können. Als Schutz sollte der Boden aber anschließend mit einer Laubdecke versehen werden, damit der Frost nicht so tief in den Boden kommt. So können die Zwiebeln in der noch relativ warmen Erde vor dem Winter Wurzeln bilden.

Wenn winterharte immergrüne Gehölze wie Buchsbaum und solche, die das Laub abwerfen, in Kübeln stehen, sollen sie im Freiland verbleiben. Oft sind die Gefäße auch zu schwer, um sie zu transportieren. Trotz der oberirdischen Winterhärte sind die Wurzeln in den Gefäßen frostgefährdet. Wenn ein Übertopf vorhanden ist, kann man in den Zwischenraum als Isolierung Laub stopfen.

Bei großen Kübeln ist es möglich, mit einen Hasendraht außen herum im Abstand von etwa 20 bis 30 Zentimetern einen Raum zu schaffen, der mit Laub ausgefüllt wird. So eingepackt überstehen die Wurzeln auch im Kübel Minusgrade. Auch ein Eingraben des Topfes an einem sonnengeschützten Standort ist für die Überwinterung dieser Pflanzen angebracht, wenn das Material dies zulässt. Die Wurzelballen sollen aber über den Winter nicht austrocknen. Auf keinen Fall darf sich, wie bei zu vielem Gießen, Eis im Topf bilden.

Die beliebte Mandevilla, oder besser als Dipladenia bekannt, will als immergrüne Pflanze im Winter hell stehen. Als tropisches Gewächs muss sie noch vor den ersten Frösten eingeräumt werden. Am besten geschieht dies, in einen hellen, aber nicht zu warmen Raum. Die beste Temperatur liegt zwischen zehn und 15 Grad.

Da die Pflanzen im Herbst und Winter eine Ruhepause durchmachen müssen, heißt es, wenig Gießen. Der Ballen sollte aber niemals völlig austrocknen. Bei einem zu warmen Standort im Winter wird die Mandevilla blühfaul. Im zeitigen Frühjahr wird ein radikaler Rückschnitt gemacht. Von dem Holz des letzten Jahres bleibt nur etwa ein Drittel übrig. Daraus entwickeln sich dann frische Triebe, die besonders stark blühen. Nach dem Rückschnitt Anfang März, werden die Pflanzen wieder wärmer gestellt und vorsichtig etwas mehr gegossen. Vor den Eisheiligen dürfen sie aber nicht wieder ins Freie kommen. Ein Umtopfen, falls notwendig, sollte immer im Frühjahr erfolgen.
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