Lichtenfels
Garten-Tipp

Schwebfliegen leider oft verkannt

Die Schwebfliegen treten zurzeit in größerer Anzahl auf. Dann ist es um die Blattläuse fast endgültig geschehen.
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Symbolbild: Archiv
Symbolbild: Archiv
Diese Insektenart wird leider von Vielen verkannt, da sie sich als Wespe tarnt und mit dieser von Laien verwechselt wird. Dabei ist die Schwebfliege völlig harmlos und darüber hinaus ein überaus interessantes und nützliches Tier.

Das erwachsene Exemplar ernährt sich von Nektar und Pollen und ist auch als eifriger Blütenbestäuber gern gesehen. Der Hauptvorteil aber ist, dass die Larven zur Gilde der "Blattlauslöwen" gehören. Zusammen mit den Marienkäfern und Florfliegen zählten sie zu den wichtigsten Helfern bei der biologischen Blattlausbekämpfung. Die fast durchsichtigen Larven sind so gut getarnt, dass man sie kaum bemerkt.

Experten warnen davor, das biologische Gleichgewicht mit Spritzungen durcheinander zu bringen. Diese erzeugen eine spätere Massenvermehrung, da die Nützlinge eine viel längere Vorlaufzeit haben als die sogenannten Schädlinge. Jeder Eingriff in dieses Gefüge bedeutet eine ständige Behandlung mit Giften. Das Spritzen führt wiederum zur Resistenz der Läuse, die einen achtfachen schnelleren Generationswechsel haben als die Nützlinge. Deshalb ist im Garten Geduld angesagt und ein genaues Beobachten.

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