Bamberg
Regenwurm

Den Regenwurm zum Freund machen

Eine Unsitte ist es, jetzt das Laub unter Sträuchern und Stauden im Frühling heraus zu kratzen. Es wird ohnehin von Frühlingsblühern, später austreibenden Stauden und auch Sommerblumen überdeckt. Somit bleibt alles im natürlichen Kreislauf. Auch der Regenwurm wird dann laufend gefüttert.
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Man sollte im Frühling nicht das Herbstlaub unter den Sträuchern und Stauden herauskratzen. (Foto: Jens Schierenbeck / dpa)
Man sollte im Frühling nicht das Herbstlaub unter den Sträuchern und Stauden herauskratzen. (Foto: Jens Schierenbeck / dpa)
Er kann in einer Nacht bis zu 20 Laubblätter in seine Gänge ziehen. Dort werden sie zuerst an die Wände geklebt, um sie im Boden anrotten zu lassen. Erst nach diesem Prozess können sie verspeist werden. Mit seinem nährstoffsreichen Kot düngt der Regenwurm den Garten. So wird auch die Humusversorgung des Bodens aufrecht erhalten und unter anderem Stickstoff, Phosphor und Kali als Verdauungsprodukte eingebracht. Der Regenwurmkot düngt besser als die gleiche Menge Kompost.

Ein Gärtner, der sich den Regenwurm zum Freund macht, erspart sich viel Arbeit und zusätzlichen Dünger. Das Laubrechen aber unterbricht den Kreislauf der laufenden Fütterung. Eine nicht weniger wichtige Tätigkeit des Regenwurmes in die Durchlüftung des Bodens durch die Fraßgänge, die bis zu zwei Meter tief gehen können. In diesem weitverzweigten Röhrensystem haben es die Pflanzenwurzeln viel leichter sich auszubreiten und auch tiefere Region zu erobern. Außerdem kann Staunässe im Boden verhindert werden, da das überschüssige Wasser in den Gängen der Regenwürmer schneller nach unten abwandern kann.
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