Lichtenfels
Knospen

Wenn im Frühling die Knospen kommen: Tipps gegen Schädlinge

Besonders den frischen Knospen und Trieben drohen im Frühling Schädlinge. Hier lesen Sie, wie Sie damit umgehen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auch im Winter leuchten die Blüten des Duft- oder WinterschneeballsFoto: Jupp Schröder
Auch im Winter leuchten die Blüten des Duft- oder WinterschneeballsFoto: Jupp Schröder
+1 Bild
Auch im Winter können im Garten Sträucher und Stauden blühen. Mit wunderschönen rosa Blüten leuchtet zum Beispiel schon seit November der Duft- oder Winterschneeball. Durch den warmen Winter stand er schon sehr früh in voller Pracht. Aber auch jetzt kommen immer noch neue Blüten, die intensiv nach Vanille duften.


Knospen sind bei Vögeln sehr beliebt

Knospen sind für manche Vogelarten jetzt im Winter ein beliebtes und nahrhaftes Futter. So ist der kurze, abgerundete Schnabel beim Gimpel mit sehr scharfen Schneidekanten ausgerüstet. Damit können besonders leicht Knospen von Bäumen und Sträuchern wie mit einer Baumschere abgezwickt werden. Manchen Obstbauern gefällt das nicht besonders. Da aber im Frühjahr Unmengen von Raupen für die Aufzucht der Jungvögel benötigt werden, ist damit für ein Ausgleich gesorgt.


Das ist zu beachten, wenn Knospen von Gallmilben befallen werden

Bei einem Gang durch den Garten sollte man besonders einen Blick auf die schwarzen Johannisbeersträucher werfen. Wenn alle Knospen an den Trieben flach sind und sehr ähnlich aussehen, ist der Strauch in Ordnung. Wenn aber vergrößerte und kugelige Knospen zu sehen sind, bedeutet dies, dass Gallmilben den Strauch besiedelt haben. Diese überwintern nämlich in den Knospen. Es wird geschätzt, dass jede Knospe etwa 30.000 Milben und über 20.000 Eier enthält. An den vollkommen blattlosen Sträuchern fallen die großen, runden Knospen besonders auf.

Stark befallene Triebe sollten am besten ganz abgeschnitten werden. Einzelne Knospen kann man ausbrechen, man darf sie aber auf keinen Fall auf den Boden werfen. Am besten ist es, man sammelt sie in einer Schüssel und gibt sie in den Restmüll. Sobald die Knospen im Frühjahr austreiben, verlassen die Milben ihr Winterquartier und verteilen sich über das ganze Gehölz, um an den jungen Blättchen zu saugen. Die Knospen, die als Winterquartiere dienen, treiben nicht oder nur schwach aus.

Die winzig kleinen Spinnentierchen ernähren sich von Pflanzensaft. Mit ihrem Speichel können sie auch Viren übertragen. Sobald neue Knospen im Mai und Juni erscheinen, wandern die Tiere dort ein, legen Eier ab und vermehren sich. Die befallene Knospen schwellen dann an. Höhepunkt der Vermehrung ist im August und September. Danach beginnt für die Tiere in den Knospen die Winterpause.


Triebe mit der Rotpustelkrankheit

Bei der Rotpustelkrankheit handelt es sich um einen Pilz, der unter der Rinde von Gehölzen lebt. Er befällt besonders jüngere Triebe von Bäumen oder Sträuchern. Der Rotpustelpilz gilt als ein Schwächeparasit. Oft ist eine Überdüngung mit Stickstoff schuld an dieser Krankheit. Alle befallenen Triebe sind abzuschneiden und zu vernichten. Die roten Pusteln sind die Sporenträger nach außen.