Lichtenfels
Stechpalmen

Stechpalmen erfolgreich befruchten

Nur im Herbst tragen weibliche Stechpalmen die, für sie typischen, roten Beeren. Gartenexperte Jupp Schröder erklärt in diesem Artikel, wie die Befruchtung gelingt.
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Foto: Fotolia
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Die Stechpalme gehört zu den attraktivsten immergrünen Pflanzen im Garten. Besonders im Advent sind die Zweige für Dekoration sehr begehrt. Zu den glänzenden stacheligen Blättern gesellen sich im Herbst noch rote Beeren. Dass ist allerdings nur dann der Fall, wenn eine weibliche Pflanze gesetzt wurde. Nur diese kann Früchte tragen.

Dazu braucht die weibliche Stechpalme aber noch eine männliche Pflanze zum Befruchten. Da der Wind den Pollen mehrere Kilometer weit tragen kann, kommt es oft auch dann zur Bestäubung, wenn das Weibchen allein im Garten ist. Durch das Pflanzen eines Pollenspenders ist man aber immer auf der sicheren Seite. Inzwischen gibt es auch eine selbstfruchtbare Sorte mit dem Namen "J.C.van Toll".

Die Blätter und Beeren der Stechpalme sind sehr giftig, weshalb diese schöne Pflanze nur dort stehen sollte, wo sich keine kleinen Kinder aufhalten. Stechpalmen sind Waldgehölze, die auch bei uns noch vereinzelt in Kalkbuchenwäldern an den Hängen der Juratäler anzutreffen sind. Deshalb sollten sie auch im Garten immer als Unterholz im Schutze größerer Bäume stehen. Sie sind daher für die Bepflanzung eines "reifen" Gartens ideal.

Stechpalmen können bis 300 Jahre alt werden. Oft sind sie in der Natur mit Eiben vergesellschaftet, da beide ähnliche Bedürfnisse haben.
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