Lichtenfels
Gartentipps

So erkennt man Milben in Knospen

Wie man ungebetene Gäste in Knopsen erkennt und was man gegen die Milben machen kann.
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So lange noch kein Schnee an den Zweigen ist, sollte man bei einem Gang durch den Garten besonders einen Blick auf die schwarzen Johannisbeersträucher werfen. Wenn alle Knospen an den Trieben flach sind und sehr ähnlich aussehen, ist der Strauch in Ordnung. Wenn aber vergrößerte und kugelige Knospen zu sehen sind, bedeutet dies, dass Gallmilben den Strauch besiedelt haben. Diese überwintern nämlich in den Knospen. Es wird geschätzt, dass jede Knospe etwa 30 000 Milben und über 20 000 Eier enthält. An den vollkommen blattlosen Sträuchern fallen die großen runden Knospen besonders auf.

Stark befallene Triebe, werden ganz abgeschnitten und vernichtet. Einzelne Knospen kann man ausbrechen. Sie dürfen aber auf keinen Fall auf den Boden geworfen werden. Am besten ist es, man sammelt sie in eine Schüssel und gibt sie in den Restmüll. Sobald die Knospen im Frühjahr austreiben, verlassen die Milben ihr Winterquartier und verteilen sich über das ganze Gehölz, um an den jungen Blättchen zu saugen.

Die Knospen, die als Winterquartiere dienen, treiben nicht oder nur schwach aus. Die winzig kleinen Spinnentieren ernähren sich vom Pflanzensaft. Mit ihrem Speichel können sie auch Viren übertragen. Sobald neue Knospen im Mai und Juni erscheinen, wandern die Tiere dort ein, legen Eier ab und vermehren sich. Die befallene Knospen schwellen dann an. Höhepunkte Vermehrung ist im August und September. Danach beginnt für die Tiere in den Knospen die Winterpause.
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