Litzendorf
Gartenplanung

Rasenpracht und giftige Schönheiten

Für Kinder sind manche Pflanzen gefährlich. Und für manche Pflanzen sind Kinder gefährlich: Ob Rasen oder Blumen - ideal sind robuste, ungiftige Sorten.
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Der Rasen ist sicherlich die wichtigste Pflanze im Familiengarten. Hier testet die kleine Elena die Torwartkünste ihres achtjährigen Bruders Christopher. Foto: Barbara Herbst
Der Rasen ist sicherlich die wichtigste Pflanze im Familiengarten. Hier testet die kleine Elena die Torwartkünste ihres achtjährigen Bruders Christopher. Foto: Barbara Herbst
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Wer Kindern im Garten eine Freude machen will, sollte genau wissen, welche Pflanzen robust sind, aber auch, welche Pflanzen man besser vermeidet. Besonders wichtig ist es, Gefahrenquellen zu erkennen und möglichst schnell zu entfernen.

1.Welcher Rasen ist der richtige?
Gerade im Familiengarten ist der Rasen großen Strapazen ausgesetzt. Viele Füße laufen darüber und er dient regelmäßig als Spielfläche. Sogenannter Zierrasen ist dazu völlig ungeeignet. Im Handel gibt es Saatgut mit der Bezeichnung Sportrasen oder auch Spielrasen, das man verwenden sollte. Diese Grasmischungen sind strapazierfähig. Zu überlegen ist allerdings, ob es nicht auch eine Blumenwiese tut. Wird sie regelmäßig gemäht, ist sie erstaunlich spieltauglich. Der Rasen bei der Familie Raab ist eine Wiese mit Löwenzahn und Gänseblümchen. Er wird regelmäßig gemäht. Das war es aber auch schon mit der Pflege. Düngen, Vertikutieren oder Wässern sind nicht nötig.

2. Vorsicht giftig!
Am Anfang hilft auch keine Warnung: Wer kleine Kinder hat, sollte giftige Pflanzen im Garten am besten sofort entfernen. So schön zum Beispiel der Blaue Eisenhut auch aussieht, er zählt zu den giftigsten Pflanzen Europas. Ebenso haben Goldregen und Engelstrompete im Familiengarten nichts verloren. Vorsicht ist auch bei der gerne als Strauch gepflanzten Eibe angesagt. Die Nadeln enthalten das gefährliche Gift Taxin. Auch die Samen in den roten Beeren sind giftig. Eine Übersicht über giftige Pflanzen gibt es im Internet bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen in Bonn unter "www.gizbonn.de/284.0.html".

3.Gartenteich und Regentonne  
Ein unbemerkter Sturz ins Wasser kann für Kleinkinder lebensgefährlich sein - egal, wie tief oder niedrig das Wasser ist. Wer auf den Gartenteich nicht verzichten möchte, sollte ihn zumindest kindersicher machen. Steil abfallende Böschungen und rutschige Steinplatten rund um den Teich sollten vermieden werden. Die größte Sicherheit bietet ein Teichzaun, der zudem durch ein Teichschutznetz ergänzt werden kann. Aber auch Planschbecken, Regentonnen und andere tiefe, mit Wasser gefüllte Gefäße können für Kinder zur Gefahr werden. Es gilt, diese mit Abdeckungen abzusichern und beim Planschen genau hinzusehen.

4.Sichere Umzäunung  Damit kleine Kinder nicht unbemerkt aus dem Garten schlüpfen, ist eine sichere Umzäunung wichtig. Ein kinderfreundlicher Gartenzaun vermeidet spitz zulaufende Zaunlatten wie etwa bei Jägerzäunen üblich. Besser geeignet sind Stabgitterzäune und Bretterzäune ohne Steighilfen (wie querlaufende Balken). Ideal ist laut Experten eine Zaunhöhe von 1,40 Meter. Die Latten sollten einen maximalen Abstand von zehn Zentimetern haben.