Bamberg
Rückschnitt

Noch keine voreiligen Arbeiten im Garten

Der Februar hat mit dem Wetter da weiter gemacht, wo der Januar aufgehört hat. "Alle Monate im Jahr, verwünschen den milden Januar", sagt ein Sprichwort. Mancherorts wird diese Weisheit auch dem Februar zuerkannt. Beide Monate sollten am besten kalt sein. Weiterhin heißt es auch: "Ein Januar ganz ohne Schnee, tut den armen Bäumen weh".
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Die Buddleja alternifolia, der schmalblättrige oder überhängende Sommerflieder Foto: Archiv
Die Buddleja alternifolia, der schmalblättrige oder überhängende Sommerflieder Foto: Archiv
Der aufsteigende Saft lässt nämlich die Pflanzen immer empfindlicher gegen Frost werden, da sich die Salzkonzentration in den Zellen zunehmend verringert. Somit steht den Gehölzen weniger Frostschutz zur Verfügung. Umso schlimmer für die Pflanzen ist dann ein kalter Spätwinter. Deshalb gilt es, unbedingt abzuwarten und noch keine voreiligen Arbeiten im Garten zu machen. Bei einem zu frühen Schnitt wird der Rest stärker geflutet. Damit verringert sich der Frostschutz auch noch entsprechend.

Der frostempfindliche Schmetterlingsstrauch, der jetzt gekürzt wird, kann das sehr übel nehmen. Deshalb sollte ein Rückschnitt möglichst erst Ende März oder Anfang April erfolgen. Auf jeden Fall muss man immer von den vorjährigen Trieben Zapfen mit Knospen stehen lassen. Nur aus den jungen Trieben bilden sich an den Enden kräftige Blütenrispen. Gegen eine kleine vorgeschobene Entlastung der überhängenden Triebe kann man allerdings nicht so viel einwenden. Man muss auch wissen, dass der Schmetterlingsstrauch nicht sehr alt wird. Wenn kein Rückschnitt im Frühling erfolgt, vergreist der Strauch besonders schnell.

Die Buddleja alternifolia aber, der schmalblättrige oder überhängende Sommerflieder, blüht nicht wie die mehr bekannte Buddleja davidii am neuen Holz, sondern am vorjährigen. Das muss beim Schnitt unbedingt berücksichtigt werden.
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