Lichtenfels
Frost

Nachfrost: So schützt man Pflanzen vor der Kälte

Der Nachtfrost hat bereits vielen Pflanzen zu schaffen gemacht. Mit einigen Tricks kann man sie aber vor dem Erfrieren bewahren.
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Die Blüten des Kirschbaums - teilweise sind sie in den Frostnächten sogar erfroren.Foto: Uwe Zucchi dpa/lhe
Die Blüten des Kirschbaums - teilweise sind sie in den Frostnächten sogar erfroren.Foto: Uwe Zucchi dpa/lhe
Jetzt haben wir doch noch das richtige Aprilwetter bekommen. Regen- und Schneeschauer sowie Sonnenschein wechseln sich laufend ab. Dabei herrschen sehr kühle Temperaturen.


Manche Blüten sind bereits erfroren

Die Frostnächte haben den Blüten von Kirschen und Birnen schon zu schaffen gemacht. In manchen Gebieten sind sie sogar erfroren. Je weiter die Natur im Frühjahr fortschreitet, desto empfindlicher werden die Pflanzen bei Frost, da die aufsteigenden Säfte die Mineralien, die als Schutz vor Kälte dienen, immer mehr verwässern. Viele Gärtner glauben, dass diese kalten Nächte schon die vorgezogenen Eisheiligen sind.


Blüten sind gut auf den Frost eingestellt

Die Apfelblüten haben sich weitgehend noch nicht geöffnet. Genauso wie den Nussbäumen macht ihnen der Nachtfrost noch wenig aus. Auch die Frühlingsblumen sind auf den Frost eingestellt. Sommerblumen aber wären bei diesen Temperaturen im Freien erfroren.
Eine überaus reiche und lange Blütezeit der Frühblüher wurde uns heuer durch das lang anhaltende kühle Wetter beschert. Das Blühen von Tulpen, Goldlack und Co. wird auch noch eine Weile anhalten.


Pflanzen kann man mit ein paar Tricks vor dem Erfrieren bewahren

In Frostnächten kann im ungeheizten Gewächshaus eine Kerze ein wenig Wärme spenden. Über die Flamme kommt ein übergestülpter Tontopf, welcher oben ein Abzugsloch hat. Im Freiland helfen bei Salat und anderen empfindlichen Pflanzen umgestülpte Einmachgläser, Eimer oder Kartons.


Kälteliebende Pflanzen können früh ausgesät werden

Das kühle Wetter hat zu Verzögerungen im Garten geführt. Man sollte aber nicht in Panik geraten, die Natur kann alles schnell wieder aufholen. Petersilie, Dill, Boretsch, Sauerampfer und Kerbel sind kälteliebende Gewürzpflanzen und können früh ausgesät werden.


Bei manchen Pflanzen sollte man mit der Aussaat noch warten

Basilikum wird am besten in kleine Gefäße auf dem Fensterbrett ausgesät und Ende Mai ins Freie gepflanzt. Ebenso gehört Majoran zu den wärmeliebenden Gewürzpflanzen. Sobald der Boden mehr erwärmt ist, können Dicke Bohnen, Radieschen, Frühmöhren, Kopfsalat, Schnitt- und Pflücksalat, Spinat und Salatrauke angebaut werden.
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