Lichtenfels
Gartentipps

Insektenplage: So sollte man damit umgehen

Die Angst eines jeden Gärtners: Eine Insektenplage. Jupp Schröder verrät, wie man mit Kartoffelkäfern und Heuschrecken fertig wird.
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Das trockene und warme Wetter hat an sehr vielen Orten heuer für eine richtige Kartoffelkäferinvasion gesorgt. Foto: Jupp Schröder.
Das trockene und warme Wetter hat an sehr vielen Orten heuer für eine richtige Kartoffelkäferinvasion gesorgt. Foto: Jupp Schröder.
Das trockene und warme Wetter hat an sehr vielen Orten heuer für eine richtige Kartoffelkäferinvasion gesorgt. Es ist dann wichtig, mindestens jeden zweiten Tag die gefräßige Käfer und deren Larven abzulesen. Diese sitzen oben auf den Blättern und sind somit leicht zu entdecken. Die rote Farbe schützt die Larven vor Fressfeinden, da sie für diese hohe Giftigkeit signalisiert. So hat der Gärtner oder Landwirt kaum natürliche Helfer. Der aus Colorado stammende Kartoffelkäfer wurde in den Nachkriegsjahren bei uns eingeschleppt und sorgte für Hungersnöte. Ganze Schulklassen wurden damals abgestellt, um diese Neubürger von den Feldern abzusammeln.


Heuschrecken mit Joghurtbechern fangen

Maulwurfgrillen können, wenn sie in Massen auftreten, großen Schaden anrichten. Besonders frische Saatbeete sind bei diesen Großinsekten mit den markanten Grabschaufeln sehr beliebt. Vor allem sandiger Boden wird wegen der leichteren Möglichkeit zum Graben bevorzugt. Ausgerissenen Pflänzchen oder welke Gemüsepflanzen sowie trockene Stellen im Rasen sind ein Hinweis auf die Maulwurfsgrille. Sie ist verwandt an mit den heimischen Heuschrecken. Als nachtaktives Großinsekt wandert es gern in der Dunkelheit umher. Daher kann man sich auch leicht fangen. Dazu dienen in die Erde eingegrabene Joghurtbecher, in die das Großinsekt dann hineinfällt. Maulwurfgrillen ernähren sich aber nicht nur von Pflanzenwurzeln, sondern größtenteils von Engerlingen und Drahtwürmern. Deshalb, und aus Gründen des Artenschutzes sind einzelne Exemplare durchaus zu tolerieren. Nach dem Fangen werden sie fortgetragen. Spechte und der sehr seltene Wiedehopf ziehen mit ihren langen Schnäbeln gern diese Großinsekten aus dem Boden, um sie zu verspeisen.
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