Lichtenfels
Holunder

Holunder: Ein wichtiges Hausmittel

Die Ernte des Holunderstrauches steht an. Aber Achtung: Im Rohzustand enthalten die Blätter und die Rinde ein Glycosid, das Blausäure enthält.
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Schleimstoffe und ätherische Öle machen die Holunderpflanze besonders für Erkältungskrankheiten zu einem wichtigen Hausmittel. Bild: Jupp Schröder
Schleimstoffe und ätherische Öle machen die Holunderpflanze besonders für Erkältungskrankheiten zu einem wichtigen Hausmittel. Bild: Jupp Schröder
Es kommt die Zeit, die Früchte des Holunderstrauches zu ernten. Die Früchte enthalten Stoffe, die eine schweißtreibende Wirkung haben. Zusätzliche Schleimstoffe und ätherische Öle machen diese Pflanze besonders für Erkältungskrankheiten zu einem wichtigen Hausmittel.

Die Früchte enthalten auch sehr viele organische Farbstoffe und sind früher dazu benutzt worden, um Rotwein zu " schönen ", Stoffe zu färben und Tinte herzustellen. Zusätzlich enthalten sie Aminosäuren, Zucker und sehr viel Vitamin C. Es lassen sich aus den Früchten Marmelade, Gelee, Saft, Nektar, Wein, Likör, Branntwein, Punsch und Suppe zubereiten. Tee aus Holunderbeeren wird auch bei der Behandlung von Schlaflosigkeit, Migräne und Kopfschmerzen angewandt.


Unreife Beeren aussortieren

Im Rohzustand enthalten die Blätter und die Rinde so wie auch im geringen Maße die Beeren des Holunders, ein Glycosid, welches Blausäure enthält. Deshalb muss vor dem Verzehr der rohen Teile dieser Pflanze gewarnt werden.

Die reifen Früchte sollten samt den Stiele gepflückt werden. Unreife Beeren sind dann auszusortieren. Man kann dann die reifen Früchte mit einer Gabel sehr leicht abstreifen. Zur Herstellung von Holundersaft, Holundergelee und Holundersirup dient ein Dampfentsafter. Man kann aber auch die gekochten Beeren mit einem Tuch auspressen. Die Produkte aus Holunderbeeren dienen auch zur Unterstützung bei der Blutreinigung und lindern Nervenentzündungen.
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