Lichtenfels

Gartentipps: Ungünstiger Zeitpunkt für Pflanzenschnitt

Pflanzen müssen vor dem Winter ausreifen und ihre Kraft in die Wurzeln befördern. Deshalb ist es ungünstig, diese jetzt zu schneiden.
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Empfindliche Pflanzen wie Rosen sollten erst Ende März oder Anfang April geschnitten werden. Bild: Archiv/Matthias Hoch
Empfindliche Pflanzen wie Rosen sollten erst Ende März oder Anfang April geschnitten werden. Bild: Archiv/Matthias Hoch
Momentan ist der Zeitpunkt zum Schneiden denkbar ungünstig: Diese müssen vor dem Winter noch ausreifen und ihre Kraft in die Wurzeln befördern können. Außerdem ist es den Gehölzen in der vegetationslosen Zeit nicht mehr möglich, ihre Wunden aktiv abzuschotten. Diese können dann im Winter Eintrittspforten für Pilze werden, die wie die Porlinge das Holz zersetzen. Eine alte Regel besagt, dass der Schnitt spätestens am 20. September abgeschlossen sein sollte.


Verjüngungsschnitt im Frühjahr

Für einen Verjüngungs- oder Erhaltungsschnitt von Sträuchern ist die beste Zeit im zeitigen Frühjahr, bevor der Saft aufsteigt. Dieser sorgt für einen starken Austrieb. Außerdem nimmt die Frostempfindlichkeit der Gehölze durch vorzeitiges Schneiden zu, da im Restholz im ausgehenden Winter eine Überflutung durch den aufsteigenden Saft stattfindet.

So werden die Mineralien zu stark verdünnt und können weniger gegen den Frost wirken. Diese Verdünnung wirkt ähnlich, wie beim Frostschutzmittel im Kühlwasser des Autos. Deshalb sollte bei besonders empfindlichen Gehölzen wie Rosen, Freilandhibiskus und Schmetterlingsstrauch ein Schnitt erst Ende März oder Anfang April erfolgen. Bei Pfirsichen ist die Blütezeit abzuwarten. Süßkirschen und andere empfindlichen Bäume vertragen einen Schnitt am besten im Juli oder Anfang August.

Bei Sträuchern, die im Frühjahr oder im Frühsommer blühen, ist es vorteilhaft, die Blüte vergehen zu lassen. Dann werden von der Basis die ältesten Triebe entnommen. So wird dem Strauch eine fast ewige Jugend verliehen.
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