Bamberg

Bunte Blüten auf dem Salat

Die Küchenmaus schaut in Töpfe und auf Teller. Heute sucht sie im Garten und auf der Wiese nach essbaren Blumen.
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Brunnenkresse im Salat - sieht doch gut aus, oder? Foto: Fotolia
Brunnenkresse im Salat - sieht doch gut aus, oder? Foto: Fotolia
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Kandierte Veilchen auf der Torte, Rosenblätter im Gelee, Gänseblümchen als Schmuck auf dem Salatteller oder im Teig ausgebackenen Holunderblüten - es kann gut sein, dass Ihr schon mal Blumen auf Esswaren gesehen oder auch davon gekostet habt.

Auch wenn der Rest der Pflanze oft nicht genießbar ist, lassen sich die Blüten in einigen Fällen nicht nur zur Dekoration verwenden, sondern sind sogar für den Verzehr geeignet.

Bei einigen, die man für die Zubereitung von Tees braucht, wundert man sich gar nicht darüber, stimmt's? Denn Kamillentee ist der Sud, der entsteht, wenn man Kamillenblüten mit heißem Wasser überbrüht. Genauso funktioniert das mit Linden-, Kornblumen oder Hibiskusblüten. Für die Teezubereitung nimmt man allerdings getrocknete Blüten.

Mit Blumen frisch vom Beet oder von der Wiese kann man ganz andere Sachen machen. Die Blütenblätter von Duftrosen eignen sich ganz vorzüglich, um daraus mit mit Wasser, Gelierzucker und Zitronensaft ein Gelee zu kochen.


Blütendolden im Teigmantel

Wenn der Holunderstrauch blüht, kann man die Dolden pflücken und in Wasser und Zitronensaft ziehen lassen. Das Ergebnis ist eine erfrischende Limonade. Und man kann die Blüten heiß servieren. Dazu zieht man sie kurz durch einen leicht gesüßten, flüssigen Teig und bäckt sie in Fett knusprig aus.

Blütenblätter lassen sich auch kandieren. Das heißt man übergießt sie mehrfach mit einer Zuckerlösung, bis sie eine Kruste haben. Das geht auch mit einigen Früchten.

Veilchenblüten, Rosenblätter oder auch die Blütenblätter des Stiefmütterchens (das auch eine Veilchenart ist) sind sehr dekorativ auf Torten oder Desserts. Kürbis- und Zucchiniblüten lassen sich füllen. Zum Beispiel mit einer Kartoffel-Käse-Nuss-Mischung. Die großen Blüten der Kapuzinerkresse machen sich gut auf einem Salatteller.

Nun kommt man an all dies manchmal nicht so einfach dran. Nicht jeder hat einen Garten, in dem ungespritzte Rosen wachsen, und Veilchen findet man auch nicht überall.


Nicht von der Hundewiese holen!

Eine Blume ist aber sehr leicht zu beschaffen. Sie wächst fast in jeder Rasenfläche. Auf Englisch heißt sie "Daisy" und bei uns nennt man sie Gänseblümchen. Die lassen sich nicht nur im aufgeblühten Zustand verwenden. Ihre Knospen kann man in eine Essig- und Salzlake einlegen. Sie schmecken dann fast wie Kapern.

Man sollte aber genau überlegen, woher man die kleinen weißen Blumen holt. Zumindest, wenn sie auf den Teller kommen sollen. Die Wiese einer öffentlichen Parkanlage ist nicht der geeignete Ort dafür. Denn stellt Euch mal vor, wie viele Hunde darüber laufen, die dort Pipi machen. Das bekommt man auch beim Waschen der Blüten nicht ganz ab. Und neben viel von Autos befahrenen Straßen sollte man nichts ernten, was man essen will. Auf und in den Pflanzen lagern sich viele schädliche Stoffe ab.

Was ganz Wichtiges zum Schluss: So schön es auch aussieht, das Essen mit Blumen zu garnieren: Nur wenige Blüten eignen sich zum Verzehr. Wenn man "einfach so" welche von der Wiese pflückt oder vom Strauch rupft, ohne zu wissen, was es ist, kann das übel ausgehen. Bauchweh oder Schlimmeres könnten die Folge sein. Deshalb vorher unbedingt immer jemanden fragen, der sich damit auskennt!