Lichtenfels

Bienen sind faszinierende Wesen, die das Staunen lehren

Es lassen sich zurzeit viele Bienenschwärme in Bäumen von Gärten nieder. Wenn die Bienen nicht wie üblich weiterziehen, sollte man einen Imker rufen.
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Imker können Bienentrauben mithilfe einer Kiste einfangen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Imker können Bienentrauben mithilfe einer Kiste einfangen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Zurzeit ist manchmal ein eindruckvolles Naturschauspiel zu beobachten: Mit lautem Brummen kann sich ein Bienenschwarm in der Luft bewegen. Nach etwa einer Stunde sammeln sich die Bienen und lassen sich gern in Bäumen von Gärten nieder.


Beim Eintreffen eines Bienenschwarmes sollte man ruhig bleiben

Manche Anwohner bekommen dabei oft große Angst und geraten sogar in Panik. Eigentlich suchen die Bienen einen hohlen Baum, um in diesem zu verbleiben. Da es aber solche kaum noch gibt, hängen sie sich deshalb in Trauben an dicht stehende Äste im Baum. Beim Eintreffen eines solchen Schwarmes sollte man ruhig bleiben und gegebenenfalls einen Imker in der Nähe anzurufen. Dieser kann die Bienentraube, zusammen mit der Königin in der Mitte, mithilfe einer Kiste einfangen.

Im anderen Fall aber werden die Bienen nach einem Tag oder manchmal auch schon nach Stunden bei günstiger Witterung weiter ziehen. Imker versichern, dass es in unserem Raum nur friedliche Bienen gibt, die nicht angreifen. Trotzdem aber sollten hektische Bewegungen vermieden werden, um die Tiere nicht nervös zu machen.


Für das Überleben der Bienen ist Schwärmen wichtig

Das Schwärmen bewirkt eine Teilung und Auffrischung eines Bienenstockes, bedingt durch das Heranwachsen einer neuen Königin. Dieser Vorgang ist wichtig für die Ausbreitung und das Überleben dieser interessanten Insekten. Das Schwärmen demonstriert auch, wie Bienen sich untereinander verständigen können und ganz gezielt und präzise vorgehen. In der Luft kann man dabei die Pheromone, die als Botenstoffe dienen, sogar riechen. Bienen sind faszinierende Wesen, die uns das Staunen lehren.


Die Stadtimkerei hat einen großen Aufschwung bekommen

Es ist erschreckend zu hören, dass die Bienen in der Stadt inzwischen besser existieren können, als auf dem Land. Dort herrscht aufgrund von Monokulturen und Einsatz von Chemie immer mehr Ödnis, was die Existenz der Bienen bedroht. Erstaunlicherweise gibt es gerade in Städten für Bienen und andere Blütenbestäuber noch jede Menge Lebens- und Nahrungsräume: Auf Balkonen oder in Gärten, auf Grünflächen, Brachflächen oder in Stadtparks und selbst auf Verkehrsinseln finden die fliegenden Sammler oft mehr Nahrung als auf dem Land. Deshalb hat die Stadtimkerei einen großen Aufschwung bekommen.


Im Garten können Naturoasen für Bienen erschaffen werden

Viele Blumen für Balkon und Garten ziehen Bienen an. Dazu gehört der Salbei, Thymian, Ysop, Lavendel, Cosmee, Zauberglöckchen, Prachtkerze, ungefüllte Dalien, Duftsteinrich, Lobelie und natürlich alle Zwiebel- und Knollengewächse. So kann jeder im Garten oder auf dem Balkon mit Blumen kleine Naturoasen schaffen, die auch der Seele des Menschen gut tun.

Der Zweizahn, vom Bayerischen Gärtnerverband als die Blume des Jahres 2016 ausgezeichnet, zieht außerordentlich stark Nützlinge an. Neben der Honigbiene sind es besonders die Wildbienen und Schmetterlinge. Die Pflanze macht daher nicht nur den Menschen viel Freude.