Nürnberg
Asyl

Zu Unrecht abgeschobene Ukrainerin kommt zurück nach Nürnberg

Sie hatte eine Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen, dann wurde sie in die Ukraine abgeschoben. Zu Unrecht, wie Gerichte jetzt entschieden. Nun ist Svitlana K. wieder auf dem Weg nach Nürnberg.
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Sie hatte eine Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen, dann wurde sie in die Ukraine abgeschoben. Zu Unrecht, wie Gerichte  jetzt entschieden. Nun ist Svitlana K. wieder auf dem Weg nach Nürnberg. Symbolbild: Boris Roessler/dpa
Sie hatte eine Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen, dann wurde sie in die Ukraine abgeschoben. Zu Unrecht, wie Gerichte jetzt entschieden. Nun ist Svitlana K. wieder auf dem Weg nach Nürnberg. Symbolbild: Boris Roessler/dpa
Eine vor knapp vier Wochen aus Nürnberg in die Ukraine abgeschobene angehende Altenpflegerin kommt am Wochenende zurück nach Deutschland. Die Zentrale Ausländerbehörde der Regierung von Mittelfranken habe ihm jetzt die Rückreisetermine der Frau mitgeteilt, sagte ihr Rechtsanwalt Ulrich Schönweiß am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Ein Begrüßungskomitee werde Svitlana K. am Samstag am Flughafen Nürnberg in Empfang nehmen, kündigte Pfarrer Bernd Popp von der Fürther Kirchengemeinde St. Martin an. In der Gemeinde waren die Frau, ihr Mann und die Tochter im Jahr 2016 für zwei Monate im Kirchenasyl.


Dreijährige Ausbildung als Begründung

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte der Klage der Ukrainerin gegen ihre Abschiebung Ende Juli stattgegeben. Sie hatte diese mit ihrer Ausbildung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin begründet, die sie im Jahr 2016 begonnen hat und die drei Jahre dauert. Mit dem Beschluss sei nun auch geklärt, "dass alleine eine Ausbildung oder Beschäftigung ein Aufenthaltsrecht gibt", sagte ihr Anwalt.
In der Entscheidung übte der Senat Kritik wegen einer "unübersichtliche Aktenführung" an der Zentralen Ausländerbehörde. Dies sei bereits in mehreren anderen Verfahren festgestellt worden.
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