Nürnberg
Postbank Wohnatlas

Wohnungen in Nürnberg: Preise in der Stadt steigen drastisch an

Die Preise für Eigentumswohnungen in Nürnberg und der Region sind 2018 fast überall deutlich angestiegen. Im Kreis Nürnberger Land hingegen sieht die Lage anders aus: Hier müssen Eigentümer mit sinkenden Preisen rechnen.
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Wohnung in Nürnberg kaufen: Der Quadratmeterpreis ist im Jahr 2018 in der Stadt deutlich angestiegen. Auch in der umliegenden Region zeigt sich ein vergleichbarer Trend. Foto: pixabay.com/wissamothman110
Wohnung in Nürnberg kaufen: Der Quadratmeterpreis ist im Jahr 2018 in der Stadt deutlich angestiegen. Auch in der umliegenden Region zeigt sich ein vergleichbarer Trend. Foto: pixabay.com/wissamothman110

Der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen ist in Nürnberg im vergangenen Jahr kräftig nach oben geklettert. Er betrug 2018 durchschnittlich 2.975 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht, gemessen am Niveau des Jahres 2017, einer Steigerung von real 8,16 Prozent.

In der Region war der Preissprung nur in Schwabach und im Landkreis Roth noch höher. Den mit Abstand geringsten Anstieg verzeichnete der Landkreis Nürnberger Land: Mit einer Steigerung um 1,54 Prozent zwischen 2017 und 2018 liegt der Quadratmeterpreis nun bei durchschnittlich rund 2380 Euro. Das zeigt ein Blick in den Postbank Wohnatlas, für den das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) die Immobilienmärkte in den 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten untersucht hat.

25,7 Jahresnettokaltmieten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in Nürnberg

Wie teuer Wohnen in der eigenen Immobilie im Vergleich zur Miete ist, zeigt der sogenannte Vervielfältiger: 25,7 Jahresnettokaltmieten werden in Nürnberg fällig, um eine 70-Quadratmeter-Wohnung zu kaufen - wobei die durchschnittliche Nettokaltmiete je Quadratmeter 2018 im Durchschnitt bei 9,65 Euro lag.

Von moderaten Immobilienpreisen im Verhältnis zu den Nettokaltmieten sprechen Immobilienexperten bei einem Vervielfältiger von maximal 22,5, in der gesamten Region lag der Vervielfältiger durchgehend deutlich darüber. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt erreichte er sogar 28,0. Zwei Schwestern in Nürnberg suchen auch nach einer Wohnung - müssen aber seit Jahren in Notunterkünften leben.

Nürnberg: Preistrend setzt sich fort, schwächt aber ab

Die aktuelle Prognose geht davon aus, dass sich der positive Preistrend in Nürnberg und den angrenzenden Landkreisen sowie den kreisfreien Städten bis 2030 zwar fortsetzen, aber deutlich abschwächen wird. Für den Kreis Nürnberger Land wird sogar ein leichter Preisverfall erwartet. Der Immobilienmarkt in Nürnberg selbst dürfte laut Vorhersage bis 2030 jährlichen Wertsteigerungen von 0,16 Prozent verzeichnen. Anders gestaltet sich die Lage in Erlangen, der derzeit teuersten Stadt in der Region. Hier sind weitere Preiszuwächse von jährlich real 0,44 Prozent wahrscheinlich, in Fürth sogar 0,45 Prozent. Sie suchen eine Immobilie in Franken? Auf unserem Immobilienportal könnten Sie fündig werden.

Kaufpreise pro Quadratmeter 2018 in der Übersicht:

  • Erlangen: 3.516,94 €
  • Nürnberg: 2.974,81 €
  • Fürth: 2.861,05 €
  • Landkreis Erlangen-Höchstadt: 2.796,47 €
  • Landkreis Fürth: 2.657,26 €
  • Schwabach: 2.495,34 €
  • Landkreis Roth: 2.411,84 €
  • Landkreis Nürnberger Land: 2.380,09€

Nürnberg und Region koppeln sich vom Preistrend ab: Andere Städte ziehen stärker an

Trotz der überwiegend positiven Preisentwicklungen in Zukunft entkoppeln sich Nürnberg und die Region in naher Zukunft vom deutlich positiveren Preistrend der sieben größten deutschen Metropolen und anderer prosperierender Großstädte. Dort werden die Einwohnerzahlen deutlich schneller ansteigen und die Städte dabei "jung" bleiben, was sich positiv auf den Arbeitsmarkt und die ökonomische Leistungsfähigkeit auswirken wird. Die Immobilienpreise in den "Big Seven" klettern aufgrund des Zuwanderungsdrucks auch künftig deutlich nach oben. Für München werden mit einem Plus von jährlich 1,81 Prozent bis 2030 die höchsten Preissteigerungen prognostiziert.

Prognose: Preiswachstum in den "Big Seven" der deutschen Städte pro Jahr (2018-2030)

  • München: 1,81 %
  • Düsseldorf: 1,09 %
  • Köln: 0,98 %
  • Hamburg: 0.89 %
  • Stuttgart: 0,84 %
  • Frankfurt am Main: 0,76 %
  • Berlin: 0,76 %

Preise steigen nicht nur in den Metropolen: Auch mittlere Städte sind betroffen

Die Studie belegt zudem, dass die Preise auch jenseits der sieben Metropolen in einigen Landstrichen steigen und zahlreiche große und mittlere Städte längst Schauplätze des Immobilienbooms geworden sind.

Preissteigerungen von mehr als einem Prozent pro Jahr bis 2030 sind laut Prognose zum Beispiel auch für die kreisfreien Städte Heilbronn, Ingolstadt, Leipzig, Dresden, Potsdam und Münster zu erwarten. Das liegt unter anderem daran, dass Kaufinteressenten mittlerweile wegen der hohen Immobilienpreise in den sieben Metropolen auch auf kleinere Großstädte ausweichen.

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