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Nürnberg

Corona-Regeln in fränkischem Biergarten: "Da sind wir sehr streng"

Seit Montag dürfen in Bayern die Biergärten und Keller wieder öffnen – unter strengen Auflagen. Im Biergarten Zollhaus in Nürnberg ist nun vieles anders: "Unsere Arbeitsabläufe haben sich grundsätzlich geändert."
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Foto: Facebook Biergarten Zollhaus
Die Corona-Regeln gelten auch im Nürnberger Biergarten Zollhaus: "Wenn sich Gäste nicht an die Regeln halten, müssen wir sie leider wieder wegschicken." Foto: Facebook Biergarten Zollhaus

Wirte und Gäste können aufatmen: Nach achtwöchiger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie durften in dieser Woche am 18. Mai 2020 endlich wieder die Außenbereiche von Gastronomien sowie Biergärten eröffnen. „Wirklich gut“ lief es auch im Biergarten Zollhaus in Nürnberg. 

„Wir haben uns sehnlichst darauf gefreut, wieder zu öffnen“, verrät eine Mittarbeiterin des Biergarten Zollhaus. „Und der erste Tag lief wirklich gut. Die Gäste haben sich an die Regeln gehalten und waren freundlich. Der Biergarten war für den ersten Tag sehr gut besucht – besser hätte es nicht laufen können.“ Bei all der Freude über die Wiedereröffnungen, machen neue Corona-Regeln Nürnberger Biergärten gleichzeitig zu schaffen.

Corona-Regeln für Lokale und Biergärten - auch Innenbereiche öffnen bald

Bislang dürfen in Bayern lediglich die Außenbereiche von Lokalen öffnen, ab Montag, 25. Mai 2020, sollen dann auch die Innenbereiche folgen. Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, müssen Regeln wie Abstandhalten oder ständiges Desinfizieren eingehalten werden. Kann sich das für Gastrobetriebe überhaupt lohnen?

„Unsere Arbeitsabläufe haben sich grundsätzlich geändert“, heißt es vonseiten des Biergarten Zollhaus, „Wir müssen ständig desinfizieren – jede einzelne Speisekarte – müssen die Daten unserer Gäste aufnehmen. Wir mussten zusätzliches Personal einstellen, um diese neuen Maßnahmen stemmen zu können.“ Trotz all dieser Erschwernisse und der verkürzten Öffnungszeiten bis 20 Uhr lohne sich die Öffnung des Biergartens: „Es ist definitiv besser als gar nichts zu verdienen.“ 

Derzeit könne man im Biergarten Zollhaus durch die Größe des Gartens etwa 300 Gäste bedienen. Wer sich nicht an die Regeln hält, oder die eigenen Daten nicht herausgeben möchte, der müsse wieder gehen: „Da sind wir sehr streng. Auch wenn sich Gäste nicht an die Regeln halten, müssen wir sie leider wieder wegschicken.“

Der Innenbereich des Zollhauses wird möglicherweise jedoch erstmal geschlossen bleiben. Die Räumlichkeiten seien zu klein, um die Abstandsregelungen so umzusetzen, dass es sich lohnt, sie zu öffnen. 

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