Nürnberg
Erhöhte Vorsicht

Waldbrand-Gefahr in Franken steigt weiter: Hier gilt aktuell die höchste Warnstufe

Am Donnerstag steigt die Waldbrand-Gefahr weiter an. Rund um vier fränkische Städte ist besondere Vorsicht geboten: Nürnberg, Kronach, Bad Kissingen und Kitzingen. Die Feuerwehr musste bereits mehrmals ausrücken.
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So sieht ein Waldbrand aus der Perspektive eines Luftbeobachters aus. Ab dann muss alles sehr schnell gehen - die Feuerwehr muss sofort ausrücken. Foto: Peter Stollberg / Regierung von Oberfranken
So sieht ein Waldbrand aus der Perspektive eines Luftbeobachters aus. Ab dann muss alles sehr schnell gehen - die Feuerwehr muss sofort ausrücken. Foto: Peter Stollberg / Regierung von Oberfranken

Feuerwehr in Franken zum Teil im Dauereinsatz: In Franken herrscht wegen Hitze und Trockenheit erhöhte Waldbrandgefahr. In Nürnberg besteht für Donnerstag (25.07.2019) und Freitag (26.07.2019) die höchste Gefahrenstufe fünf.

Die Meldungen häufen sich: Eine Brand-Serie hielt am Mittwochabend die Feuerwehr in Hof in Atem. In Mittelfranken musste am Donnerstagmorgen ein Bauernhof wegen eines Brandes evakuiert werden.

In Oberfranken setzt die Regierung jetzt Luftbeobachter ein, die vom Flugzeug aus Gefahrengebiete beobachten sollen. An manchen Orten muss man aktuell besonders achtsam sein. Bereits im April galt in einigen Teilen Frankens die höchste Warnstufe.Anfang Juli bestand wieder akute Waldbrandgefahr.

Unterfranken: Höchste Warnstufe in vielen Gebieten

In Bad Kissingen, Schonungen, Kahl am Main, Lohr am Main, Röllbach, Bad Königshofen, Kitzingen und Arnstein gilt für Donnerstag und Freitag (25.26. Juli) die höchste Warnstufe. Auch in den anderen Gebieten Unterfrankens gilt für die beiden Tage erhöhte Vorsichtsmaßnahme.

Mittelfranken: Nürnberg bekommt wieder Warnstufe fünf

In Nürnberg ruft der DWDfür gleich beide Tage Warnstufe fünf aus - das ist die höchste Stufe. Auch in Möhrendorf-Kleinseebach und Rothenburg ob der Tauber gilt Gefahrenstufe fünf. Damit herrscht in Mittelfranken äußerste Waldbrand-Gefahr. Anfang Juli hatte es bereits in vielen Wäldern gebrannt: Einen besonders heiklen Einsatz gab es im Nürnberger Land.

 

Oberfranken: Spezialteams rücken aus, hohe Warnstufen auf gesamtem Gebiet

In Oberfranken ist Kronach "Spitzenreiter". Hier besteht für Donnerstag und Freitag die höchste Warnstufe. In Bamberg ist für Donnerstag Stufe fünf vorhergesagt, am Freitag noch Stufe vier. Im Fichtelgebirge gilt für beide Tage Warnstufe vier. Eine Tabelle des Deutschen Wetterdienstes zeigt die Warnstufen in ganz Bayern. Die oberfränkische Regierung hat jetzt Vorsichtsmaßnahmen getroffen und setzt Spezialteams ein.

Gefahrengebiete bei Bayreuth: In diesen Wäldern gilt besondere Vorsicht

Besonders gefährdet: Nadelbaumgebiete, wobei im Bayreuther Landkreis kaum zusammenhängende Laubbaumgebiete bestehen, erklärt Udo Wenzel vom Amt für Landwirtschaft und Forsten Bayreuth gegenüber inFranken.de. "Die Laubbaumgebiete in Oberfranken sind eher im Bamberger Raum angesiedelt. Deswegen sind auch besonders der Heinersreuther Forst, der Feldensteiner Forst und das Fichtelgebirge gefährdet."

Zwei Flieger im Einsatz: Oberfranken wird systematisch unterteilt

Insgesamt fliegen zwei Flugzeuge über Oberfranken. Eines startet in Bayreuth, das andere in Bamberg. Das oberfränkische Gebiet wurde für die Piloten in Ost und West unterteilt, sodass sie systematisch die großen Waldgebiete anfliegen können. Am Nachmittag sind die Flieger in der Regel zwei bis drei Stunden am Himmel. Die Aktion geht vom 24.07. bis zum 26.07.

 

 

Luftrettungsstaffel Bayern stellt Flugzeuge und Piloten zur Verfügung

 

Die Einsatzflugzeuge und die Piloten werden von der Luftrettungsstaffel Bayern zur Verfügung gestellt. Neben den Piloten befinden sich im Flugzeug ausgebildete Luftbeobachter, die Wälder aus der Luft auf mögliche Brandgefahren absuchen.In Cottenbach bei Bayreuth kam es bereits zu einem Waldbrand - Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Feuerwehr wird im Brandfall sofort alarmiert und zum Einsatzort geleitet

Bei einem Brand werden sofort die Feuerwehren alarmiert. Der Luftbeobachter lotst die Einsatzkräfte dann zum Brandort.Bezahlt wird das Ganze aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds der Regierung von Oberfranken.

Regeln für Waldbesucher - so verhalten Sie sich richtig

 

  • Kein offenes Feuer im Wald
  • Rauchen ist im Wald verboten
  • Kein Parken auf leicht entzündbarem Untergrund, es besteht Brandrisiko durch heiße Fahrzeugkatalysatoren
  • Bei Beobachtung eines Brandes: Unverzüglich Feuerwehr anrufen

 

"Schnelles Handeln ist hier ganz wichtig, ohne irgendwelche Umwege direkt den Notruf verständigen", erklärt Michael Weiser von der Regierung von Oberfranken gegenüber inFranken.de.

 

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