Nürnberg
Amateurfußball

Eklat in Kreisklasse: Fränkischer Schiedsrichter telefoniert in Kabine - danach nimmt er Entscheidung zurück

Kurioser Vorfall: Beim Nürnberger Kreisklassen-Fußballspiel Post SV II gegen SC Germania hat der Schiedsrichter mitten in der Partie das Spielfeld verlassen, um in der Kabine zu telefonieren. Als er im Anschluss wieder auf den Platz kam, nahm er eine zuvor getroffene Entscheidung zurück.
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Während eines Kreisklassen-Fußballspiels in Nürnberg ging der Schiedsrichter in die Kabine und telefonierte. Anschließend nahm er eine zuvor gegebene Rote Karte zurück. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa
Während eines Kreisklassen-Fußballspiels in Nürnberg ging der Schiedsrichter in die Kabine und telefonierte. Anschließend nahm er eine zuvor gegebene Rote Karte zurück. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

Umstrittene Aktion bei Fußballspiel in Nürnberger Kreisklasse: Schiedsrichter verschwindet in Kabine und telefoniert. Danach nimmt er eine Entscheidung zurück. Während der Kreisklassen-Partie Post SV II gegen SC Germania verließ der Schiedsrichter auf einmal das Spielfeld, um in der Kabine zu telefonieren. Als er danach wieder auf dem Feld erschien, kehrte er eine zuvor getroffene Entscheidung um.

Kreisklasse Nürnberg/Frankenhöhe: Schiedsrichter nimmt Rote Karte nach Telefonat zurück

Laut dem Portal sport1.de ist das Spiel zwischen dem Post SV II und dem SC Germania (2:4) in der Kreisklasse Nürnberg/Frankenhöhe 4 von einer äußerst seltsamen Schiedsrichter-Entscheidung überschattet worden.

Demnach wurde Post-Stürmer Markus Liedel bei seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:2 in der 35. Minute von Germania-Tortwart Nikolaos Savvelidis rüde gefoult. Da der Ball im Tor landete, gab Schiedsrichter Manfred Bauer den Treffer, zeigte dem Keeper für sein Vergehen aber zusätzlich die Rote Karte. Darauf pfiff der Referee das Spiel jedoch zunächst nicht wieder an.

Der Unparteiische zog sich nämlich in seine Kabine zurück, nachdem er von Gästen bedrängt worden war, die Rote Karte zurückzunehmen. Nach einer Viertelstunde kam Bauer auf den Platz zurück und revidierte seine Entscheidung schließlich. Statt Rot belangte er Germania-Torwart Savvelidis lediglich mit Gelb für dessen rüdes Einsteigen. Sein Vorgehen begründete der Referee mit dem Wegfall der sogenannten Doppelbestrafung. Vorausgegangen war offenbar ein Telefonat in der Schiedsrichterkabine, in dem sich Bauer die genaue Regel erklären hatte lassen.

Nach zurückgenommener Schiedsrichter-Entscheidung: Verein legt Protest ein

Der Tabellenletzte Post SV II beschwerte sich nach Spielende, dass er um eine fast einstündige Überzahl gebracht worden sei. Am nächsten Tag legte der Verein schließlich Protest gegen die Spielwertung ein und forderte eine Neuansetzung der Kreisklassen-Begegnung.

Laut sport1-Bericht störten sich die Hausherren insbesondere daran, dass der entscheidende Hinweis bezüglich der weggefallenen Doppelbestrafung durch den Teammanager der Gästemannschaft erfolgte. Nachdem Schiedsrichter Bauer in der Kabine anscheinend niemanden telefonisch erreicht hatte, soll er auf Drängen des Betreuers den Schiedsrichter Tobias Brandl angerufen haben. Dieser ist neben seiner Schiedsrichter-Tätigkeit jedoch auch Teammanager und stellvertretender Abteilungsleiter des SC Germania.

Erst nach diesem Telefonat habe Bauer seine Entscheidung revidiert und die Rote Karte in eine Gelbe Karte umgewandelt, heißt es in dem Einspruch. Ob die Partie wiederholt wird, hat jetzt das Sportgericht zu entscheiden.

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