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VGN-Ticketpreise: Nürnberger OB zweifelt an 365-Euro-Jahresticket

Im Vorfeld eines Spitzentreffens zur Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs hat Nürnbergs Oberbürgermeister Maly Zweifel an den geplanten 365-Euro-Jahrestickets geäußert.
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Der Nürnberger Oberbürgermeister Maly zweifelt am 365-Euro-Jahresticket. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa
Der Nürnberger Oberbürgermeister Maly zweifelt am 365-Euro-Jahresticket. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa

Kurz vor einem Spitzentreffen zur Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrsin Bayern hat Nürnbergs OberbürgermeisterZweifel an den geplanten 365-Euro-Jahrestickets geäußert. "Ein 365-Euro-Ticket in allen Verbünden würde alle bisherigen Karten, die es gibt, kannibalisieren, denn die sind alle teurer. Und insofern hätte man sicher mit dreistelligen Millionenverlusten in ganz Bayern zu rechnen", sagte Ulrich Maly (SPD) im radioWelt-Interview auf Bayern 2. "Ich bin mir nicht sicher, ob solch ein Flatrate-Angebot das richtige Konzept ist."

Spitzentreffen am Montag - Das sind die Ziele

An diesem Montag wollen Ministerpräsident Markus Söder und Verkehrsminister Hans Reichhart (beide CSU) unter anderem mit kommunalen Spitzenverbänden, Kommunen und betroffenen Verbänden beraten, wie der Nahverkehr in Bayern verbessert werden soll. Ziele der Staatsregierung sind mehr große Verkehrsverbünde in Bayern und 365-Euro-Jahrestickets in mehreren bayerischen Großstädten.

"Natürlich muss der Vielfahrer belohnt werden" - Maly für entfernungsabhängige Preise

Schon heute zahlten Passagiere bei weiteren Fahrten für einen Kilometer weniger, sagte Maly dem Bayerischen Rundfunk weiter. Aber er wisse nicht, ob es korrekt sei, "dass man bei 60, 70 Kilometern Anreise genauso viel zahlt wie der, der im jeweiligen Stadtverkehr fährt". Daher schlägt der Oberbürgermeister eine entfernungsabhängige Komponente vor. "Und natürlich muss der Vielfahrer belohnt werden."

Im Vorfeld hatte sich die CSU bereits für ein 365-Euro-Jahresticket in Nürnberg ausgesprochen.

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