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Coronavirus

Zwei beliebte Restaurantketten sind insolvent - auch Gaststätten in Franken geschlossen

Mit Vapiano und Maredo haben gleich zwei beliebte Gastronomie-Ketten mit Restaurants in Franken ihre Insolvenz bekanntgegeben. Aktuell ist unklar, ob die Restaurants nach der Corona-Krise wieder öffnen können. Die Unternehmen hoffen auf staatliche Unterstützung.
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Coronavirus - Vapiano Bochum
Die beiden Restaurantketten Vapiano und Maredo sind insolvent. Foto: Bernd Thissen/dpa Foto: Bernd Thissen (dpa)

Die Restaurants von Vapiano in Nürnberg und Fürth sowie von Maredo in Nürnberg bleiben vorerst geschlossen. Beide Unternehmen sind insolvent – allerdings nicht nur wegen der aktuellen Corona-Krise.

Vapiano scheitert mit Expansionsstrategie

Bei der Restaurantkette Vapiano florierte jahrelang das Geschäft. Bei der Ausbreitung und Neueröffnung von immer mehr Filialen übernahm sich das Unternehmen jedoch. Es schrieb rote Zahlen.

Auch eine veränderte Menükarte oder neue Bestellterminals brachten nicht die erhoffte Wende. In Deutschland mussten bereits 55 Restaurants auf unbestimmte Zeit schließen, weltweit sogar 230, berichtet die dpa. Am Freitag gab das Unternehmen die Zahlungsunfähigkeit bekannt, die Restaurantkette blieb nicht allein.

Maredo führt Insolvenz auf Corona-Krise zurück

Am Montagabend (23.03.2020) teilte die Restaurantkette Maredo mit, dass sie ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt hat. „Letztlich Auslöser waren die massiven Auswirkungen der Corona-Krise, die zuerst zu einem gravierenden Umsatzeinbruch und dann zur Schließung aller Restaurants geführt haben“, schrieb das Unternehmen. Gleichzeitig müssten Mieten und Gehälter weiterbezahlt werden. Man habe deshalb Ende vergangener Woche einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Das Gericht bestätigte den Eingang des Antrags.

Die Steak-Restaurantkette musste bereits am 18. März alle 35 Standorte in Deutschland schließen. Betroffen sind knapp 950 Mitarbeiter. Auch in Nürnberg musste das Maredo-Steakhaus in der Königsstraße 57-59 schließen.

Vapiano: 10.000 Menschen könnten Arbeit verlieren

Bei Vapiano sieht es im Moment nicht besser aus: die Umsätze bleiben aus, Miete und Gehälter müssen trotzdem gezahlt werden. Die Kasse bei Vapiano ist leer, sie sind zahlungsunfähig. „Seit heute ist klar, dass Vapiano ohne sofortige staatliche Unterstützung nicht überlebensfähig sein wird und Insolvenz anmelden muss, was den Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen weltweit zur Folge hätte“, sagte Vapiano-Chefin Vanessa Hall.

Auch in Franken sind Vapiano-Filialen betroffen: In Nürnberg betreibt die Restaurantkette einen Standort in der Königstraße 17, in Fürth in der Poppenreuther Straße 50. Der Standort in Nürnberg ist schon länger wegen Umbau geschlossen. Jetzt trifft die beiden mittelfränkischen Restaurants auch die Corona-Krise. Seit Freitag (20. März 2020) ist nun auch die zweite fränkische Filiale in Fürth geschlossen.

Wie es mit Vapiano jetzt weitergeht, ist bislang unklar. Normalerweise müsste das Unternehmen jetzt innerhalb von drei Wochen formal Insolvenz anmelden. Die Kölner Systemgastronomiekette kündigte laut dpa jedoch an, staatliche Hilfe beantragen zu wollen, um sich vielleicht doch noch retten zu können. Auch bei Merado steht noch nicht fest, wie es mit der Restaurantkette weitergeht.

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