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Unglück

Dreiste Aktion nach tödlichem A3-Unfall: Mann fährt rückwärts durch Rettungsgasse

Rettungsgassen-Sünder auf Autobahn: Nach dem tödlichen Unfall auf der A3 zwischen Erlangen und Nürnberg missbrauchte ein Autofahrer die Rettungsgasse auf rücksichtslose Weise. Das sorgte für große Verärgerung.
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  • Nach tödlichem Unfall auf A3: Egoistischer Autofahrer fährt über Rettungsgasse zurück
  • Crash zwischen Erlangen und Nürnberg: Mann stirbt neben der Autobahn
  • Zwei Frauen bei A3-Unfall schwer verletzt

 

Rettungsgassen-Sünder auf A3 sorgt für große Verärgerung

Nach dem schweren Unfall auf der A3 am Sonntag (22.09.2019), bei dem ein Mann sein Leben verlor und zwei Frauen schwer verletzt wurden, saßen viele Autofahrer im Stau fest. Für rund vier Stunden war die Autobahn voll gesperrt.

Einzelne Verkehrsteilnehmer verloren daraufhin die Geduld. Ein Autofahrer fiel besonders negativ auf. Nach rund drei Stunden Warten legte der Autofahrer den Rückwärtsgang ein, schaltete seine Warnblinkanlage an und fuhr unter lautem Protest von anderen Verkehrsteilnehmern über die Rettungsgasse zurück. Ein inFranken.de-Reporter vor Ort wurde Zeuge des Vorfalls.

Die Polizei zog indes ein positives Fazit: Bei der Anfahrt zum Unfallort habe die Rettungsgasse "hervorragend" funktioniert. Tatsächlich spielte sich die dreiste Aktion des Autofahrers rund 3 Stunden nach dem schweren Crash ab.

Unfallbeteiligte soll in Tötungsdelikt verwickelt sein

Am Tag nach dem schweren Unfall wurde bekannt, dass eine Frau, die bei dem Unfall am Sonntagvormittag schwer verletzt wurde, in ein Tötungsdelikt in Nordrhein-Westfalen verwickelt sein soll. Zusammen mit ihrem Mann war die Frau auf der A3 unterwegs, als auf dem Standstreifen anhielten.

Völlig unvermittelt überquerte die Frau die Gegenfahrbahn und wurde von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Ihr Ehemann wurde in der Nacht, während sie im Krankenhaus bei Nürnberg lag, von der Polizei festgenommen. Er soll seine Schwiegermutter getötet haben.

Mann verstirbt bei Unfall auf der A3

Kurz vor 11 Uhr war ein 75-Jähriger mit seinem Auto zwischen der Anschlussstelle Tennenlohe und Nürnberg-Nord aus noch ungeklärter Ursache auf ein vorausfahrendes Fahrzeug aufgefahren. Dann kam das Auto von der Straße ab und prallte gegen einen Baum, wie die Polizei mitteilte.

Der Fahrer wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle an seinen Verletzungen starb. Die 72-Jährige Beifahrerin wurde schwer verletzt aus dem Fahrzeug geborgen und in ein Krankenhaus gebracht.

Aus einem weiteren am Unfall beteiligten Auto, das am Standstreifen angehalten hatte, stieg eine Frau aus und lief über die Fahrbahn, überstieg die Mittelleitplanke und wurde auf der Gegenfahrbahn in Richtung Würzburg von einem Fahrzeug erfasst.

Die Frau wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Die A3 war in diesem Bereich in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Nach Abflug des Rettungshubschraubers wurde der Verkehr in Richtung Würzburg am Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet. In Richtung Regensburg war die Fahrbahn bis circa 16 Uhr gesperrt.

Sonntag, Update 12.25 Uhr: A3 weiterhin gesperrt - Motorradfaher nutzen Rettungsgasse aus

Nach dem schweren Unfall auf der A3 zwischen Nürnberg-Nord und Erlangen in Fahrtrichtung Regensburg, laufen die Bergungsarbeiten. Die Autobahn ist voll gesperrt. Autofahrer werden dazu aufgerufen eine Rettungsgasse zu bilden. Leider nutzen diese bereits einige Motorradfahrer für sich aus, um nach vorne zu fahren.

Eine empfohlene Umfahrung wäre die Umleitung U25. Die Staulänge beträgt derzeit etwa sieben Kilometer.

A3 -Vollsperrung nach schwerem Unfall: Am Sonntagvormittag (22. September 2019) hat sich auf der A3 in Mittelfranken ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ersten Informationen der Polizei zufolge, ist dabei ein Auto von der Straße abgekommen. Der Unfall hat sich zwischen den A3-Anschlussstellen Nürnberg-Nord und Erlangen in Fahrtrichtung Regensburg ereignet. Dies sagte ein Sprecher der Polizei zu inFranken.de.

Unfall auf A3: Sperrung in beide Richtungen

Auf der Fahrbahn in Richtung Würzburg ist ein Rettungshubschrauber gelandet. Die Autobahn ist aktuell (Stand: 11.40 Uhr) in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Laut Polizei ist unklar, wie lange der Einsatz dauern wird. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der A3. Mehr in Kürze auf inFranken.de.

Am Samstag wurde die A3 in Unterfranken ebenfalls gesperrt.

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