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Altdorf
Autobahnunfall

Schwerer Unfall auf A6: Kleintransporter schlittert 50 Meter über die Autobahn - Fahrer (20) verletzt

Bei einem Unfall auf der A6 bei Altdorf ist am Mittwochabend ein 20-jähriger Mann verletzt worden. Dieser hatte sich zuvor infolge eines missglückten Überholmanövers mit seinem Kleintransporter überschlagen. Für Ärger sorgten zudem Gaffer - einer von ihnen ging hierbei besonders dreist vor.
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Bei einem Unfall auf der A6 wurde ein 20-Jähriger verletzt. Erneut funktionierte die Rettungsgasse nicht ordnungsgemäß - zudem sorgten Gaffer für Probleme. Foto: Oßwald/News5
Bei einem Unfall auf der A6 wurde ein 20-Jähriger verletzt. Erneut funktionierte die Rettungsgasse nicht ordnungsgemäß - zudem sorgten Gaffer für Probleme. Foto: Oßwald/News5
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  • Schwerer Unfall auf A6 bei Altdorf
  • Auto kracht in Kleintransporter
  • Zwei Fahrzeuge überschlagen sich auf Autobahn
  • 20-Jähriger kommt verletzt ins Krankenhaus
  • Unfallfahrzeuge erleiden Totalschaden
  • Lkw blockiert Rettungsgasse, Gaffer sorgen für Ärger
  • A6 zeitweise voll gesperrt

Update vom 12.03.2020, 11.50 Uhr: Ein Verletzter bei Unfall auf A6 - Kleintransporter schlittert 50 Meter über die Autobahn

Zum schweren Autobahnunfall am Mittwochabend (11. März 2020) auf der A6 hat die Polizei inzwischen Details bekanntgegeben:

Demnach ereignete sich der Unfall gegen 20 Uhr in Fahrtrichtung Waidhaus zwischen dem Autobahnkreuz Altdorf und der Anschlussstelle Altdorf/Leinburg, als ein 20-Jähriger mit seinem Kleintransporter zum Überholen eines weiteren Transporters auf die linke Spur ausscherte. Hierbei übersah er einen nachfolgenden Mazda. Dessen Fahrer konnte seinen Wagen nicht mehr abbremsen und fuhr dem Kleintransporter ins Heck.

Unfall auf A6: Transporter überschlagen sich auf Autobahn

Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls umgeworfen und schlitterte etwa 50 Meter weit über die Fahrbahn, ehe das Fahrzeug im Grünstreifen auf dem Dach zum Liegen kam. Auch der zweite Kleintransporter wurde vom Unfallauto erfasst, kippte seitlich um und kam letztlich auf der Fahrbahn zum Stillstand.

Alle drei beteiligten Fahrzeuge erlitten wirtschaftlichen Totalschaden und mussten durch Abschleppdienste geborgen werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Wie die Polizei mitteilte, blieben die beteiligten Fahrer mit Ausnahme des Verursachers unverletzt. Der 20-jähriger Transporterfahrer kam mit leichteren Verletzungen ins Nürnberger Süd-Klinikum. Zunächst war von schweren Verletzungen des Unfallfahrers die Rede gewesen.

Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Altdorf und das THW Lauf. Außerdem sicherte die Autobahnmeisterei die Unfallstelle ab. Nach einer etwa einstündigen Totalsperre der A6 konnte der Verkehr auf der linken Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Erstmeldung vom 12.03.2020, 6.30 Uhr: Wieder Gaffer-Wahnsinn bei schwerem Unfall auf A6

Am Mittwochabend hat sich auf der A6 nahe der Anschlussstelle Altdorf/Leinburg ein Verkehrsunfall ereignet. Wie Sebastian Pfeiffer von der Verkehrspolizei Feucht im Interview mit News5 erzählt, waren zwei Kleintransporter und ein Auto daran beteiligt. Einer der beiden Transporter hatte beim Überholen das Auto übersehen und beide kollidierten.

Das Auto hatte sie anschließend überschlagen. Laut Pfeiffer wurde ein weiterer Kleintransporter in den Unfall verwickelt. Auch dieser landete auf der Seite. Die A6 musste für gut 30 Minuten komplett gesperrt werden. Nach Aufräumarbeiten durch die Feuerwehr konnte zumindest ein Fahrstreifen wieder freigegeben werden.

A6: Wieder Probleme mit Gaffern bei schwerem Unfall

Der Unfallverursacher wurde laut Polizei schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Mit Stand Mittwochabend waren die anderen Beteiligten unverletzt. Der Unfall an sich war allerdings nicht das größte Problem: "Also zur Rettungsgasse: Am Anfang ging's noch, dann war es ganz schlimm. Ein Lkw hat neben einem anderen Lkw gestanden. Da war es auch für uns mit dem Durchkommen schwer", schildert Sebastian Pfeiffer die Situation auf der A6.

Erst im Mai 2019 musste ein Polizist auf derselben Autobahn zu äußerst drastischen Mitteln greifen. Er zog Gaffer aus deren Auto und fragte, "ob sie die Leichen näher sehen wollen."

Die Feuerwehr habe länger gebraucht, weil die Rettungsgasse durch Lkw versperrt war. Zusätzlich gab es erneut Probleme mit Gaffern. Polizist Pfeiffer dazu gegenüber News5: "Aus mehreren Fahrzeugen heraus haben die Fahrer gefilmt. Leider konnten wir die jetzt nicht aufhalten. Ich habe einen Fahrer gesehen, der sogar zwei Handys in der Hand hatte und meinte offensichtlich, er müsse die ganze Situation doppelt filmen."

Positiv herausgehoben hat Sebastian Pfeiffer zwei Ersthelfer. "Sie haben die Sache sehr gut gemacht. Sie haben die Fahrer in ihren Fahrzeugen vorgefunden und haben erst einmal ruhig mit denen gesprochen und sie gefragt, wie es ihnen geht", sagte er gegenüber News5.