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Unfall

Nürnberg: Mutter übersieht ertrinkendes Kind - Polizei schreitet ein

Ein kleines Mädchen ist am Mittwochnachmittag in einem Park in Nürnberg untergegangen. Ihr Mutter war für einen Moment abgelenkt und hat die 2-Jährige nicht gesehen. Eine zufällig vorbeikommende Polizeistreife konnte schlimmeres gerade so verhindern.
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Ein 2-jähriges Mädchen ist in einem Nürnberger Park untergegangen. Eine Polizistin sprang ins Wasser und rettete sie. Symbolfoto: AdobeStock

Abgelenkte Mutter übersieht ihr ertrinkendes Kind: Am Mittwochnachmittag (20. Mai) spielte ein 2-jähriges Mädchen am Ufer eines Tümpels im Marienbergpark in Nürnberg. In ihrem Spiel ging sie weiter ins Wasser und verschwand plötzlich komplett. Mehrere Mütter und Kinder, die sich in der Nähe aufhielten, bemerkten das Verschwinden der Kleinen nicht, berichtet die Polizei Mittelfranken. Glücklicherweise befanden sich zwei Streifenpolizisten in der Nähe.

Die beiden Polizisten waren gerade mit ihren Dienstpferden auf einem Rundgang im Volkspark, als sie die Situation beobachteten. Die Polizisten entdeckten das kleine Mädchen als es hüfttief im Wasser stand. Als sie plötzlich völlig unterging, reagierten die Beamten schnell. Kurz tauchte das Kind nochmal auf und rief leise um Hilfe. In diesem Moment war die Mutter des Mädchens jedoch gerade abgelenkt - auch andere Anwesende bemerkten den Vorfall nicht. Daher sprang die Polizistin vom Pferd und in das trübe Wasser.

Lebensgefährliche Situation für 2-jähriges Kind

Dort fand die Beamtin das Mädchen glücklicherweise schnell und zog sie zurück an die Luft. An der Stelle war der Tümpel knapp 1,50 Meter tief und hat einen sumpfigen Boden. Sogar die Polizistin stand an dieser Stelle schultertief im Wasser. Hätte die Polizistin nicht so schnell reagiert, hätte es für das Mädchen schlimm enden können. So war die 2-Jährige nur knapp fünf Sekunden unter Wasser. Mit einem großen Schrecken nahm die Mutter ihre Tochter entgegen und kümmerte sich um sie. 

Der leitende Polizeidirektor vom Polizeipräsidium Mittelfranken Herrmann Guth erklärt: "Gerade für kleine Kinder können auch relativ geringe Wassertiefen schon zur Falle werden. Durch das schnelle Eingreifen unserer Kollegin konnte ein mögliches Unglück gerade noch verhindert werden. Geholfen hat dabei sicher auch, dass die Beamtin durch ihre erhöhte Sitzposition von ihrem Dienstpferd aus einen guten Überblick hatte." Die Polizeireiter mussten ihre Streife vorzeitig abbrechen, da die Beamtin völlig durchnässt war. 

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